Heute, morgen, gestern

Heute ist morgen gleich gestern. Was so viel heißt wie: Morgen und gestern kannst du nichts tun, nur im heute kannst du leben. Der Anlass dieses Artikels ist der Einbruch und die Unsicherheit, die mir heute wieder klar geworden ist. Wir wiegen uns mit Gewohnheiten in Sicherheit und wenn sich nur der kleinste Funke verschiebt, ist die Sicherheit gefährdet. Aber das Leben ist ein steter Wandel, dem wir uns durch Änderung anpassen. Wenn wir starr in unseren Strukturen und Denken sind, wird es schwierig. Ein unflexibler Geist ist gefährlich.

Unsere Reise
Ein Teil meiner Reise ist es, im Heute anzukommen. Dem ein oder anderen geht es bestimmt ähnlich. Wir schwelgen deprimiert im gestern herum und wissen, dass wir daran nicht mehr ändern können und andererseits haben wir Angst vor der Zukunft, weil wir nicht wissen, was uns erwartet. Wir stecken entweder im Gestern oder morgen fest, aber schaffen es einfach nicht, jetzt bewusst hier zu sein. Der einzige Moment, in dem wir etwas ändern können, ist im Jetzt. Wir können jetzt eine neue Richtung wählen. Die Vergangenheit hat uns hierher zu diesem Punkt geführt, wo wir sind und wir entscheiden uns, in welche Richtung wir jetzt in die Zukunft gehen.

Egal ob wir uns aktiv entscheiden oder nichts tun, beides beeinflusst unser Leben. Wenn wir nichts tun, entscheiden andere für uns. Um in die Gegenwart zu kommen, heißt es, Verantwortung zu übernehmen, für uns, unser Handeln, unsere Worte und unser Denken. Sorgen sollten nicht unser Leben bestimmen. Jeder Tag ist wie ein neues Leben im Mikrokosmos. Jeden Tag entscheiden wir uns neu, wie wir unsere Realität erschaffen wollen.

Fernweh
Ich finde, Pilgern ist nicht nur in die Ferne an andere Orte zu gehen. Es ist auch eine innere Reise, die ortsunabhängig ist. Viele pilgern, um sich selbst in der Fremde zu finden. Jeder schreibt seine eigene Geschichte. Mein innerer Weg hat begonnen, als ich wieder auf meine innere Stimme gehört habe, mein Bauchgefühl wieder entdeckt habe. Lange Zeit war dieses verschüttet und auch jetzt bin ich noch nicht vollständig in der Lage, sie zu verstehen. Aber der Anfang ist getan. Ich habe mich dafür entschieden, mir wieder selbst treu zu sein, mir zu vertrauen und aus der Illusion der Selbstlüge zu entkommen.

Wofür leben wir?

Mit der Zeit leben wir immer mehr für das, was andere über uns denken. Wir sind als Babies abhängig, ent-wickeln uns im Laufe der Jahre aus dieser Verstrickung und irgendwann ziehen uns Alter und Gewohnheit wieder in diese Abhängigkeit. Wir glauben wir brauchen die anderen, um zu leben. Wir wollen gefallen, uns an andere anpassen, aber wir müssen es nur uns selbst Recht machen. Wir brauchen niemand anderes. Wir müssen mit uns selbst in Harmonie leben. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt und macht uns auf Dauer krank. Wenn wir jemanden brauchen, gehen wir eine Abhängigkeit ein, übergeben dem anderen die Verantwortung für uns und werden zur Last.

Also…
Jeder erfährt diese Erkenntnis zu einem anderen Zeitpunkt in seinem Leben. Die Reise beginnt, wenn wir wieder Verantwortung für uns übernehmen, uns selbst treu sind und wieder Selbstvertrauen aufbauen. Lebst du immer noch in der Illusion, gefallen zu müssen, um zu überleben? Oder hast du dich schon auf deinen Weg begeben, dein Leben zurückzuholen?

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