Flip Flops – warum habe ich meine Meinung geändert?

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Interview mit Sabrina, den 18.07.2016

Thema: Flip Flops

Denke an ein Thema oder Problem, über die deine Meinung geändert hast. Warum die Änderung?


Dieses Thema ist heikel, worüber ich jetzt schreiben werde. Aber ich möchte ehrlich zu euch sein. Einige mögen sich maßiv angegriffen fühlen. Bitte verzeiht mir. Bitte lese den Artikel bis zum Ende, um alles, worüber ich schreibe, zu verstehen und urteile bitte nicht zu schnell.

Es gibt viele Themen, wo ich meine Meinung weiterentwickelt habe. Aber es gibt ein Thema, wo ich meine Meinung komplett geändert habe. Ich bin ein sehr toleranter und offener Mensch. Jeder soll sein Leben führen, wie er oder sie es für richtig hält. Aber was ich absolut nicht haben kann, ist, wenn jemand sich im absolut übertriebenen Maße fett frißt, so 180 kg und mehr. Ich rede nicht davon, wenn man Tabletten nimmt oder krank ist und dadurch unweigerlich zunimmt. Das kann jeder verstehen und nachvollziehen. Dafür kann man nicht wirklich etwas tun. Ich meine Maßlosigkeit und Völlerei in jeder Hinsicht.

Früher war es mir egal. Es gibt ein paar Filme, die mich dahingehend tiefgreifend geprägt haben. Das waren Psycho-Horror-Filme. Der Film „Sieben“, wo sich der Kerl zutode frißt, „Supersize me“, die Doku, wo ein Kerl über einen Monat nur MC Donalds isst. Dass so viele Kinder und Erwachsene sich fett fressen, ist unfassbar. Das kann nicht nur eine Industrielandkrankheit der Überflussgesellschaft sein. Das ist doch Selbstverstümmelung auf körperlicher und seelischer Weise. Ich kann es nicht verstehen, aber bitte bitte verurteilt mich nicht. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man sich sooo viel Essen reinekeln kann. Das muss ja wirklich Willenskraft sein. Eine echter Selbsthass. Selbstzerstörung. Warum lassen sich Menschen selbst so im Stich, vernachlässigen sich, vergewaltigen ihren eigenen Körper? Das ist doch so wie langsamer Selbstmord.

Aber ich rauche auch (noch) und das ist auch das Gift mit Löffeln inhalieren. Also sollte ich eigentlich nicht zu schnell verurteilen. Ich stecke da auch im Boot. Vielleicht berührt mich dieses Thema deshalb so sehr. Ich habe auch Angst fett zu werden, das ist mein Horror, obwohl ich nicht der Mensch dafür bin. Bei mir ist es eher die emotionale und psychische Selbstzerstörung. Aber ich kann nicht anders. Es macht mich sooooooooooo extrem wütend und unendlich traurig. Ich könnte da nur heulen. Was diese Menschen dazu drängt, sich so aufzugeben? Was ist Schreckliches in ihrem Leben passiert? Depressionen? Unheilbare Krankheiten? Schreckliche Erlebnisse? Es tut mir wirklich leid, dass ich so denke. Mittlerweile ekelt mich die Maßlosigkeit richtig. Wenn ich Menschen sehe, die richtig pervers Essen in sich hinein schlingen, als ob es kein nächstes Mal gibt. Ich habe tiefes Mitleid, ehrliches Mitleid.

Es berührt mich, wenn ich sehr stark übergewichtige Menschen sehe. Ich mache mir da tagelang Gedanken, was mit diesen Menschen passiert ist. Die einen hungern sich zu Tode, die anderen fressen sich zu Tode. Es beschäftigt mich zutiefst, obwohl ich bei mir bleiben sollte. Solche Menschen lösen ein Helfersyndrom aus.

Mir ist es nicht mehr egal.

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