Studien- und Arbeitsmethodik

Beim Lernen und Studieren ist Ordnung bei Planung und Organisation am wichtigsten. Da man eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat, um den enormen Lernstoff zu verarbeiten, erfordert diese Zeit eine klare Planung und Ordnung. Diese Ordnung benötigt man am Arbeitsplatz, im Lernstoff, in Gedanken, in der Arbeit, in der Gestaltung von Freizeit und Erholung. Ordnung ist nicht nur zeitsparend, sondern fördert auch die Konzentration und Motivation. Freizeit und Erholung ist ein wichtiger Faktor für Regenerationsphasen, um wieder Energie für die Lernphase zu tanken. Lernen unter großem Zeitdruck und Desorganisation führt dazu, dass man das Gelernte wieder vergisst. Deswegen sind die Faktoren von Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit entscheidend beim Studium.

Leistungsbereitschaft ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Studieneinstellung (Wertesystem), Image des Studiums (akademische Ausbildung)
  • Familiäre Unterstützung und finanzielle Sicherheit
  • Dozent (Lehrstil/Lehrform)
  • Identifikation mit dem Studienfach
  • Arbeitsmethodik/ Studienmethodik
  • Art und Komplexität der Studienaufgaben

Leistungsfähigkeit ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Alter/Geschlecht
  • Kenntnisse: SchulischeVorbildung, Studium,Berufserfahrung,Berufliche Erstausbildung
  • Erfolgswille
  • Fähigkeiten: geistige (logisches und kreatives Denken, Konzentrationsfähigkeit), soziale (Teamfähigkeit), sprachliche (Rhetorik)
  • Fertigkeiten

Time-Management

Zeit, die falsch eingesetzt wurde, ist unwiderruflich vertan. Das gilt auch für die Studienzeit. Time-Management ist daher ein wichtiges Instrument, um Arbeits- und Freizeit richtig zu gestalten. Außerdem gewinnt man eine Übersicht darüber, wie effektiv man seine Zeit einteilt und kann Zeiträuber vermeiden, Stress und Hektik abbauen, Termine besser verwalten und eine optimale Zeiteinteilung für Lernphasen einrichten. Einige Punkte sind als Tipp zu berücksichtigen: Setzen von Prioritäten in Lern- und Freizeit, nicht versuchen zu viel auf einmal zu tun, Koordination von Aufgaben und Aktivitäten.

Wissensmanagement

Das Studium ist systematisch in drei Teile gegliedert.

1. Vorlesungen, Seminare,Tutorien – die Vorbereitungsphase: In dieser Phase sind Aufmerksamkeit, Konzentration und Wahrnehmung (Hören, Lesen) zum Lernen gefragt.

2. Aneignungsphase (Lernen/Selbststudium), auch Speicherungsphase genannt (Kurzzeit-/Langzeitgedächtnis).

3. Erinnerungsphase (Abruf des Gelernten/der gespeicherten Inhalte) – beobachtbare Leistung (Klausur, Prüfung).

Vorlesungen haben einen entscheidenen Vorteil. Man hört und sieht nicht nur den Lerninhalt. Der Dozent hat eigene Erfahrungen, die er in seiner Lehrmethodik weitergibt. Eine Vorlesung kann nicht nur passiv, sondern auch aktiv gestaltet werden. Um das bestmögliche aus einer Vorlesung zu ziehen, setzt man sich am besten mit dem Gehörten aktiv auseinander. Man schreibt stichwortartig wichtige Punkte und Aussagen auf (drei Spalten: schmale Spalte rechts für Schlagwörter, Gliederungshilfen, Notizenteil, breite Spalte Mitte für Formulierungen und Notizen der Vorlesung, Seminar, schmale Spalte links für Querverweis zu anderen Vorlesungen, Gedanken, Anregungen, Fragen. Diese werden im nachhinein bearbeitet und verarbeitet. Als Tipp gibt es folgende Vorgehensweise.

Vor- und Nachbereitung: Jede Vorlesung hat ein Leitthema, über das man sich vorher informiert (Handouts). Die Mitschrift der Vorlesung, sowie ein Handout werden nachbereitet (Ausformulieren und Markieren). Es gilt die 48-Stunden-Formel. In dieser Zeit sollte man die Mitschrift reingeschrieben, ergänzt und überabeitet haben, da man danach oft viel vergisst. Nun kann man die entsprechende Fachliteratur lesen. Wenn man diese besitzt, markiert man wichtige Stellen, Aussagen. Falls man die Literatur ausgeliehen hat, schreibt man sich Anmerkungen, Seite,Titel auf ein Blatt. Dann fertigt man ein Exzerpt an. Ist man mit dem Thema fertig, informiert man sich über das nächste anstehende Thema.

Mitschriften der Vorlesungen und Exzerpte am besten nur einseitig beschriften, mit Datum und Titel der Vorlesung und des Inhalts. Am besten gestaltet man sich ein eigenes Abkürzungs- und Markierungssystem.

Verarbeitung von Fachliteratur

Für die Verarbeitung von Fachliteratur sind folgende Punkte wichtig: effektives Lesen, Bildung von Schlagworten und Setzen von Merkzeichen, Markieren, Exzerpieren. Man muss nicht ein gesamtes Fachwerk lesen, wenn man nur ein paar Teilgebiete braucht. Beim Lesen sollte man nach einem Kapitel eine kurze Pause machen und darüber nachdenken, was man gerade gelesen hat. Wenn man sich dies merken konnte, kann man stichwortartig wichtige Punkte aufschreiben und weiterlesen. Jeder von uns ist einem Tagesrhythmus unterworfen. Man sollte nicht in seinen Tiefphasen versuchen zu lernen oder zu lesen, da die Merkfähigkeit gedämmt ist. Feste Lernzeiten gewöhnen den Körper an Höchstleistungen. Wesentliches und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, ist eins der lehrreichen Dinge, die man am Anfang eines Studiums lernen muss.

Hilfreiche Tools

Citavi ist für das Studium ein interessantes Tool zur Literaturverwaltung und Wissensorganisation. Dieses Tool hat verschiedene Funktionen von Auflisten der Fachliteratur, Schlagwörtern, Zitate und Gedanken verwalten bis hin zu Internetsuchfuntionen und importieren von Daten. Es gibt viele Lerntechniken und Hilfsmittel. Ein weiteres ist das Mindmapping, welches Gedankenlandschaftskarte bedeutet. Ein Brainstorming kann somit leicht verständlich, mit Farbe und stichpunktartig aufgemmalt werden. Clustering ist ein ähnliches Prinzip, wobei ein Gittermuster entsteht. Die Lernkartei ist ein hilfreiches Werkzeug, wenn es um Vokabeln und Schlagwörter lernen geht. Man bastelt sich einen kleinen Karton und füllt es mit Karteikarten, wobei verstandenes hinten und noch zu lernendes ganz vorne ist. So kann man schnell überprüfen, wie fortgeschritten man im Lernen des Stoffes ist.

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