Das Weltwissen eines Siebenjährigen

Momentan lese ich ein sehr interessantes Buch von Ruth Pink über Denken und Lernen:

Dieses Buch ist lesenswert, wenn man herausfinden möchte, wie man Denken lernen kann, welche Formen von Denken es gibt und welche Tools man zum Denken benutzen kann. Dort ist ein Kapitel über:

Wie lernen Babys, wie Kinder, wie Erwachsene?

Dieses Kapitel ist mir besonders aufgefallen, da hier etwas beschrieben wird, was erst seit jüngster Vergangenheit beleuchtet wird. Die Bildungsexpertin Donata Elchbroich hat ein Buch dazu geschrieben: „Das Weltwissen der Siebenjährigen“. Der Kindergarten ist die erste Instanz für unser gesellschaftliches Leben. Durch die bürokratische Größe dieser Instanz haben Kindergärten einen Richtplan, wie ein Kindergarten funktionieren soll. Leider bleiben dort einige Dinge auf der Strecke, da diese entweder nicht umsetzbar sind oder nicht in Betracht gezogen werden.

Aus einer Reihe von Experten wurde eine Liste erstellt, was Kinder bis zum achten Lebensjahr lernen. Darunter gehören soziale, motorische, kognitive und ästhetische Fähigkeiten. Doch was heißt das im konkreten Fall? Der Mensch lernt bereits im vorgeburtlichen Leben mit seinem „vorgeburtlichen Gedächtnis“. Im Bauch der Mama erkennt es bereits die Stimmen der vertrauten Personen. Das ist der erste Lernprozess. Babys und Kinder brauchen lebensfrohe Menschen, die gemeinsam mit ihnen die Welt entdecken. Denn wir alle lernen gerne. Folgendes Muster sieht man schon bei Babys:

  • Neugierde
  • Zufriedenheit
  • Frustmomente
  • neue Versuche wagen
  • Imitation
  • etc.

Kindergarten

Wann man ein Kind in den Kindergarten eingliedert, ist den Eltern überlassen. Manche Krippen nehmen bereits Babys im Alter von 6 Monaten auf. Für die Kleinen gibt es extra Erzieherinnen, die sich dann um die Kleinsten kümmern. Lernen ist immer mit Freude und Mühe verknüpft. Diese Gefühle gehen Hand in Hand. Im Buch von Ruth Pink schreibt Sie:

Das entdeckende Lernen ist eine Vorstufe für die spätere Abstraktionsfähigkeit bezüglich Formeln und Regeln.

Der Zweck eines Kindergarten ist die Vorbereitung auf das gesellschaftliche Leben und die Grundschule. Das muss man als oberste Priorität sehen. Da diese Begriffe relativ abstrakt sind, gibt es auch viele Wege diese zu realisieren. Man weiß, das Kinder von speziellen zum Abstrakten lernen. Zum Beispiel malen sie erst Äpfel, zählen die Äpfel und lernen mit mal zu mal die Zahlen auch abstrakt im Kopf. Motorische Fähigkeiten könnten zum Beispiel in einem Schwimmkurs  gefördert werden. Die Organisation liegt bei den Kindergärten. Es sollte auch Kultur wie Zirkus-, Museums oder Theaterbesuch gefördert werden. Soziale Fähigkeiten könnten zum Beispiel in einem Angebot von Aktivitäten, wie Gemeinnütziges (Rote Kreuz, Feuerwehr, Pfadfinder) oder Weihnachtsmarktbesuch stattfinden.

Man muss nur den Gedanken fassen und umsetzen. Ein weiterer toller Satz in Ruth Pinks Buch, den ich mir gemerkt habe:

Jeder Siebenjährige sollte sagen können: Das kann ich ziemlich gut, denn ich habe es geübt, oder: Das möchte ich können. Das werde ich üben.

Denn die Grundlage fürs Lernen und der Klebstoff für unser Gedächtnis ist üben, üben, üben!

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