Geteilte Wege

Weekly Discover Challenge von WordPress

Interview mit Sabrina für die Woche 25.07. – 31.07.2016

Thema: Geteilte Wege

Erzähle uns, wie wichtig es ist, nicht alleine zu sein.


Jeder Mensch, dem wir begegnen, geht ein Stück des Weges mit uns. Seien es Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen Monate, Jahre….

Ich erinnere mich an einen Morgen am Frankfurter Hauptbahnhof (Main), da lief ich gedankenverloren durch die Menge, total abwesend. Ich schaue auf und eine Frau strahlt mich an. Das war ein Lächeln aus den tiefsten Winkeln ihres Herzens. Als ob ich ein Engel wäre. Sie lief einfach weiter und verschwand wieder in der Menge. Ich war so gerührt, mir kamen die Tränen. Ein Moment, mehr nicht, aber es hat mich so unglaublich tief berührt. Es war mir egal, dass ich nicht verstand, was das war, warum, oder dass es eigentlich unmöglich ist, so lebensfremd. Es war ein Geschenk. Das war ein Schicksalsmoment, der mich geprägt hat. …Wieder in die Menschheit zu glauben und meinen Menschenhass abzulegen. Ich dachte immer, dass der Menschenhass nach außen gerichtet war, dabei ging er an mich. Das begriff ich in diesem ewigen Moment. Es war egal, dass ich sie nicht kannte. Das war ein Moment voller Menschlichkeit, als ob die universelle Lebensenergie mit vollkommener Liebe mir einen ewigen Moment schenkte. Darauf schenkte ich den Menschen die nächsten Tage auch ein Lächeln. Die Reaktion waren unheimlich. Ihre Masken bröckelten. Sie lächelten zurück 😀

Ich bin dankbar, für jeden Menschen in meinem Leben, ob er mich tief verletzt hat oder mir Liebe schenkte. Solche Menschen haben mir gezeigt, dass ich lebe. Auch die Menschen die einfach an mir vorbei liefen. Spuren bleiben immer. Wir hinterlassen sie ungewollt. Ich bin unglaublich dankbar für meine Familie, biologisch und ausgesucht. Sie zeigen mir, dass die Welt nicht so kalt ist, wie es manchmal den Anschein hat. Ungeachtet dessen, dass auch manchmal die Fetzen fliegen, aber das ist ein Beweis, dass sie mir nicht egal sind. Bei all den grausamen Dingen, die in der Welt passieren… Denn um Leute, die mir nichts bedeuten, mache ich mir keinen Kopf mehr.

Das bedeutet nicht, dass ich mir um andere keine Gedanken mache. Ich habe gelernt, mich abzugrenzen, zu erkennen, was meine Gefühle sind. Was ins Jetzt gehört und was in die Vergangenheit. Welche Macht Worte haben.  Es gibt Menschen, die mir intensiver begegnet sind und andere, wo es bloß oberflächlich war. Menschen kommen in mein Leben mit einem Thema, einer Aufgabe, die sie spiegeln. Manchmal bin ich auch der Spiegel. Manchmal weiß ich gar nicht, dass ich etwas auslöse. Aber genau das ist wahrscheinlich die Magie. Ob es etwas Düsteres, Dunkles ist, oder etwas schönes, erhellendes. Wir hinterlassen unsere Spuren.

Wir geben der Welt ein Stück von uns und sie spiegelt uns. Ob wir aktiv was dafür tun oder nicht und ob wir wollen oder nicht. Wir sind nur so alleine, wie wir sein wollen!

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