Leerlauf und Entschleunigung

Scheinbar ist es wieder eine innere Ruhe- und Prüfphase. Es ist so, als ob mein Herz mit mir sprechen will, aber ich verstehe die Sprache nicht. Der Kopf ist wie ein leerer Raum. Ich muss wiedermal bewusst werden. Ich kann all das machen, was ich möchte und will, es braucht nur Zeit. Ich bin der einzige Mensch, der mich bremst, sonst keiner. Das Einfachste ist oft auch das Genialste. Vielleicht wollte ich es wieder zu kompliziert machen?

Okey, Kopf, Herz, Bauch bilden eine Einheit. Kopf bewertet, Herz führt, Bauch ist der Sensor und Kompass. Wenn mein Kopf leer ist, dann ist die nächste Quelle das Herz. Das Herz äußert sich in Gefühlen und scheinbar nebensächlichen Gedanken, in Träumen Tag und Nacht. Wenn ich eine Frage stelle, meldet mein Bauch mir ein ja oder nein im Bauchgefühl, mein Herz sendet Gefühlsregungen wie ein Kribbeln, Hitze oder Kälte in der Brust oder ähnliches.

Manchmal unterhalte ich mich in Gedanken mit mir selber. Das mache ich solange, bis mir meine Gedanken antworten. Das Gefühl ist ein anderes und manchmal fühlen sich die Gedanken so an, als ob sie nicht von mir kommen. Oft schreibe ich einfach los, ohne zu wissen was ich schreibe. Mein Unterbewusstsein schreibt.

Ist es das?

Momentan habe ich das Gefühl, dass ich entschleunigt wurde, um noch einmal einen genaueren Blick auf meine Vorhaben zu werfen. Es ist noch nicht ganz so, wie es richtig ist. Es muss sich 100% gut anfühlen. Dann geht alles von alleine. Das Grobe ist gesteckt, aber der klare Weg ist noch nicht gekennzeichnet. Das ist es vielleicht. Ich will einen konkreten Weg, den ich aber nur bekomme, in dem ich ihn gehe. Das Ungewisse macht mich verrückt, aber das ist nicht schlimm. Denn dazu gibt es ja die Entschleunigung, wenn mein Herz zu Wort kommen will. Die Sprache ist sehr subtil und ich fange erst gerade an, sie zu verstehen.

Ich plane und plane und plane oder die nötigen Handlungen zu vollziehen. Es wird Zeit zu handeln. Ach ja, wie dieses Thema immer wieder auftaucht. Okey, der Warnschuss ist angekommen: Nicht soviel Denken, handeln. Der Weg ist grob umrissen, jetzt setze deine Spuren. Zuerst der erste Schritt, nicht den zweiten Schritt zuerst. Geduldig mit sich selbst sein. Durchhalten. Kleine, mittlere und große Ziele brauchen alle unterschiedlichen Zeitaufwand. Etappenziele verkürzen den Weg und kennzeichnen Erfolge. Dann ist man erfolgreich, also folgenreich. Es tut sich was, es bewegt sich was. Stillstand löst sich. Der Fluss verändert sich, er fließt kontinuierlich.

Schlusswort: Eine wiederholende Schleife in der 8

So komme ich wahrscheinlich auch immer wieder zu dieser Ruhe- und Prüfphase, um mir die Fragen zu stellen: Ist es gut so wie es ist? Was ist nicht gut und was muss ich verändern? Was kann ich nicht verändern und muss es akzeptieren? Dann vertrauen, Vertrauen in sich und seinen Weg. Veränderung und Entwicklung sind Leben. Die Qualität der Liebe zu sich und seiner Umwelt in der Natur und in die Menschen ist die Qualität unseres Lebens. Je tiefer wir lieben, umso tiefer ist unser Leben.

In solchen Momenten kommt diese Erkenntnis immer wieder hoch. Der Stillstand ist eine Erinnerung an das, was ich vergessen habe. Handeln, Veränderung, Dankbarkeit, Demut. Wenn der Verstand wieder die Herrschaft übernommen hat, meldet sich das Herz wieder und solange, bis man in sich hört. Es lässt nicht locker, außer man begräbt und verdrängt es.

Euer Bienchen

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