Blockaden lösen, frei schreiben

Manchmal würde ich am liebsten aufgeben. Sich Schwäche einzugestehen, ist auch eine Stärke, da wir nicht nur immer stark sein können. Eine Ruhephase ist genauso wichtig. Erzwingen bringt nichts. Mir geht es momentan in vielen Bereichen meines Lebens so. Bei meinem Blog bin ich jetzt soweit, dass ich es als Hobby ansehe und wenn es soweit ist, mache ich es dann professionell. Vielleicht kommt die Zeit nie, aber ich schreibe nun mal gerne und genau dafür mache ich es weiter.

Wofür und für wen schreibe ich?

Die Frage habe ich mir neuerdings häufiger gestellt, da es mir irgendwie vorkommt, als ob ich für nichts schreibe. Okey, ich konzentriere mich jetzt auf die Frage und schreibe los…Ich schreibe meine Erfahrungen für meine Leser auf, damit sie wissen, dass sie nicht alleine sind. Erfahrungen muss jeder auch selber machen, auch wenn du die Erfahrungen anderer liest. Es ist eben etwas anderes, es zu durchleben. Ich schreibe für mich, weil es eine Art Therapie für mich ist, die Gedanken auf ein digitales oder normales weißes Blatt Papier zu bringen. Ich schreibe schon seit 16 Jahren und bis jetzt ist irgendwie zuviel noch in meinen Gedanken geblieben und wurde nicht auf die Art und Weise materiell, wie ich es mir vorgestellt habe. Einige Gedichte habe ich schon aufgeschrieben. Eine Phantasiegeschichte begleitet mich seid meinem 16. Lebensjahr. Wahrscheinlich klopfen die jetzt an meinem Herzen an und wollen endlich raus. Sehr deutlich, wie ich finde. Wenn mein Herz sprechen will, wird mein Kopf immer leer, so wie jetzt.

In solchen Zeiten kann ich drauf los schreiben, ohne nachdenken zu müssen, was ich schreibe, denn die Worte strömen heraus, als ob sie schon lange darauf gewartet haben. Ich bin nie über die Phase des Drafts gekommen. Die Rohfassung ist es bis jetzt geblieben. Uh, da wars. Einfach weitermachen. Nicht stehen bleiben. Die Zeit der Korrektur wird es noch früh genug geben. Warum ist mir das bis jetzt nicht eingefallen? Danke ❤ Siehst du! So kommen die Antworten, die schon da sind und man selbst nicht sieht, heraus… Das Unterbewusstsein öffnet sich beim Freewriting, einfach so. Das Beste ist, wenn du einfach los schreibst. Es kann ohne Punkt und Komma sein, Hauptsache du unterbricht nicht den Fluss. Am Anfang kannst du einfach nur Kringel malen, damit deine Hand die Schwingungen spürt. Alles, wirklich alles aufschreiben, ohne Zensur, ohne Reue, ohne Bewertung. Du wirst erstaunt sein, was du da geschrieben hast. Lass es fließen.

Druck ist ein schlechter Ratgeber. Also entspann dich. Wenn es einfach ist, dann ist es das Richtige. Wenn es kompliziert wird, kommen Illusionen hinzu… Alles geben, …das beste von sich geben. Bewusst leben. Aufmerksam und achtsam sein. Deine Sinne schärfen. So einfach ist das!

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