Am Urselbach entlang – Der Mühlenweg

wp-image-555186576jpg.jpegBei Frankfurt gibt es ein Bächlein namens Urselbach, der von der Hohenmark im Feldberg nach Frankfurt am Main in die Nidda fließt. Früher gab es entlang des Urselbaches 42 Wassermühlen, die alles Mögliche produzierten. Heute sind viele Mühlen nicht mehr da und der ehemalige Präsenz ist nur durch einen kleinen Pfosten mit der Geschichte aufgezeigt. Der Weg führt durch Wald, Wiese und urbane Landschaft. Am Sonntag, den 25. September 2016 bin ich mit einer kleinen Gruppe diesen Weg entlang gekrakselt.  Knapp 17 Kilometer über Stock und Stein. An der Hohen Mark, der Entstation der Straßenbahn die nach Oberursel führt, steht ein Tourismusinformationszentrum, wo man sich viele Broschüren kostenlos und kostenpflichtig mitnehmen kann.

Insgesamt bin ich aber 21 Kilometer gelaufen. Und meine Muskeln protestieren heute noch. Aber es hat richtig gut getan. Ich habe neue Menschen kennen gelernt und mit einem habe ich mich über ähnliche Gedanken und Sichtweisen unterhalten können. Einen Gleichgesinnten zu treffen muss gefeiert werden 😀 Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Geflachst, gelacht und geschwitzt haben wir. Das hat richtig Spaß gemacht. Im Wald war der Weg teilweise nur 50 Zentimeter breit, aber es war toll wieder wie ein kleines Kind die Natur zu erforschen, zu spüren, Balance zu halten und die körperlichen Grenzen auszutesten.

Am Rande von Frankfurt kreuzt der Mühlenweg die Bonifatiusroute. Dort an der Ecke ist ein Restaurant, was sehr gut sein soll. Leider waren wir zu früh und konnten nicht rein, aber leggä hats gerochen 😉 Da haben wir uns umentschieden und sind weitergegangen. Den restlichen Weg träumten wir von einem leckeren Bierchen oder Eiskaffee oder Weinschorle. Die Füße pulsierten, aber wir waren glücklich. Die Waden beschwerten jeden einzelnen Schritt, aber wir gingen einfach. Es war eher ein Schleppen am Ende. Wir haben uns gegenseitig motiviert und angefeuert. Das war lustig. Wir wussten ja nicht, wie weit es noch war und sagten immer wieder: Die nächste Ecke um die Ecke, dann noch eine Ecke!wp-image-566581945jpg.jpeg

 

Zum Schluss haben wir uns alle mit Eis belohnt. Das dachten sich auch viele Andere. Das war schon bei der Hinfahrt in der Straßenbahn so. So viele Leute! Einige wollten auch die Limeswanderung mitmachen. Auch eine Sache, die ich unbedingt noch machen möchte. Memo an mich: Unbedingt MACHEN!

Ich freue mich aufs nächste Mal 😀

11.873 Tage

Heute bin ich 11.873 Tage alt. Wenn wir 80 Jahre werden wollen, sind das 29.200 Tage. Also hätte ich noch 17.327 Tage vor mir, bis ich hoffentlich 80 Jahre alt werde. Vielleicht auch weniger, vielleicht mehr. Wer weiß das schon. Wenn ich mein Leben in Tage beschreibe, kommt es mir weniger vor, als sich das anfühlt. Viele Tage sind verschwunden. Vielleicht habe ich weniger als 100 Tage noch in meinem Bewusstsein. Vielleicht ungefähr 200 – 300 Tage in meinen Erinnerungen. Wo sind all die Tage hin? Wenn wir Erinnerungen schaffen, bleiben die ewigen Momente bei uns. Das Tolle dabei: Meistens verbinden wir die Erinnerungen mit Sinneseindrücken… Musik, Geräusche, Bilder, Orte, Gerüche, Geschmack. Wir halten die Gegenwart in Bildern fest, fesseln sie in Worten. Das ist einer meiner Achtsamkeitsübungen, wenn ich mich erden möchte. Genauso wie diese kleine Geschichte über die Zeit. Der Tag hat 86.400 Sekunden, 1440 Minuten. 1.000 Chancen und Möglichkeiten!

 

Was kann ich für dich tun, was kein anderer macht?

Was für eine tolle Frage!

Was würde die Liebe tun?

Eine weitere tolle Frage.

Welche Frage stellst du dir?