Monatsrückblick August

Nach der ersten Woche hatte ich eine Schreibflaute bis jetzt. Es fehlte mir nicht nur die Motivation, sondern auch die Kraft. Ideen hatte ich genug, aber diese zu realisieren, ist eine andere Sache. Im September werde ich ein kleines Miniprojekt für mich starten, alle verpassten Artikel zu schreiben. Was hat mir dieser Monat also gezeigt? Bei manchen Sachen startet man stark und lässt genauso stark wieder nach, weil man keine Kraft mehr hat. Der Alltag kommt dazwischen und andere Situationen mischen auch fleißig mit. Einfach weitermachen 😀 (Memo an mich: Ab heute werde ich mich wieder an meinen Plan halten und am Wochenende arbeite ich an den anderen Artikeln). Der Körper sagt dir, wann du eine Pause brauchst. Aber manchmal musst du einfach beißen. Einfach entspannen.

Einfach. Einfach. Einfach. Wir entscheiden, ob es wirklich einfach ist. Unser Kopf ist die Bewertungsstelle. Durchziehen und nicht soviel nachdenken. Außer das Bauchgefühl meldet sich. Daaann ist da was, was nicht ganz stimmt. Mein Blog liegt mir trotz alledem am Herzen. Vielleicht ist bei mir auch die Puste so schnell ausgegangen, weil ich viel mehr von meinem Blog erwartet habe. Erwartungen sind aber dazu da, um ent-täuscht zu werden. Denn das sind sie nun mal: Täuschungen.

Altes Thema

Was meine andere Baustelle angeht… Die Langzeit-Reha mache ich ja eigentlich schon auf eigene Faust die letzten 2,5 Jahre. Meine Güte hat dieser Mist schlaflose Nächte bereitet. Wenn du ein Kind hast und dir gesagt wird: „Nun, die nächsten paar Monate sehen Sie Ihren Sohn vielleicht am Wochenende, wenn wir es Ihnen erlauben“, dann würden bei dir doch auch alle Sicherungen durchbrennen oder? So muss sich ein Vater fühlen, wenn bei es bei einer Scheidung mit Kindern richtig dreckig zur Sache geht. Dann ist das für mich wie ein Gefängnis mit Drogen, die man netterweise Medikamente nennt, Bewusstseinszerstörer. Nun stecke ich in einem Dilemma. Der Bescheid ist da, ich weiß, dass es in die Hose gehen wird. Am liebsten würde ich denen vor die Füße kotzen und einen riesen Haufen auf den Tisch scheißen, weil ich ansonsten ausraste, boah. Bei den Gesprächen mit der Reha-Einrichtung, Krankenkasse und der Rentenkasse, gab es einen menschlichen Berater, der mir wirklich vom Herzen von der Reha abriet (und zwar der Berater meiner Krankenkasse) , weil er auch wusste, dass es nichts bringt. Bei allen anderen konnte man die Dollarzeichen in ihren Augen hören und sehen. Der Mensch ist nichts mehr wert. Es geht nur noch darum, das Geld zu schieben, von einer Krähe zur nächsten.

Filmtipp von August

Im August habe ich zwei interessante Filme, die mit dem Thema Gefühle zu tun haben, gesehen: „Equilibrium“ und „The Giver„. In der Zeit wo ich so wütend war auf mich und die Welt, wollte ich unbedingt wieder meine Antidepressiva nehmen, damit ich meine Gefühle einfach abschalten konnte. Ich kam nicht mehr klar, vorne und hinten nicht. Alles war Chaos. Aber dann sah ich diese beiden Filme (sowas kommt zum Glück immer dann, wenn ich mal einen Denkanstoß brauche 😉 ). Das war meine Rettung. Sonst hätte ich diese Killer wirklich noch genommen. Gefühle sind chaotisch, können einen umhauen, sind tief, einzigartig, man kann sie teilen, sie zerreißen dich oder heben dich in den Himmel, alles, Liebe, Hass, sind Gefühle. Das schlimmste ist die absolute Gleichgültigkeit. Das ist wie lebendig im Körper begraben zu sein. Das erzeugen die Antidepressiva bei mir.

Viel Spaß im September 😉

Dein Biensche

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