Wir rotten uns aus

Wenn ich mir vorstelle, dass bis 2020 2/3 aller Tierarten auf dem Planeten austerben werden, wenn wir jetzt nichts tun, dann wird es sehr still in mir. Jetzt sind bereits 50% aller Tierarten ausgestorben. Man könnte sagen, es ist der Lauf der Dinge, aber ist es wirklich so? Aber wer treibt es voran? Wir Menschen. Und wer kann was dagegen machen? Jeder einzelne von uns! Gerade mache ich mir Gedanken darüber, was man aktiv tun kann. Ich hatte eine Beschäftigung als Seniorenbetreuerin und sehe jetzt schon wieder ein Stück mehr, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Wir verlieren den Bezug zu uns selbst, zur Natur, zu unseren Mitmenschen, zu allen Lebewesen, zur Erde, zu allem, weil wir die Dinge vorgedacht bekommen und verlernt haben, selbst zu denken. Ja! Ich habe mir auch immer kluge Gedanken gemacht und wofür? Nur um Zeit zu verschwenden. Es ist Zeit für die richtigen Gedanken! Und dabei bin ich noch neu auf diesem Gebiet. Es hat mich immer schon unheimlich traurig gemacht, was in der Welt passiert, aber so allmählich kann ich nicht mehr wegsehen und habe ich die Nase gestrichen voll!

Dennoch halten wir daran fest, von Wochenende zu Wochenende zu hechten, die Sonnenuntergänge zu jagen für ein bisschen Überleben in dieser Gesellschaft. Leben kann man das nicht wirklich nennen. Wir arbeiten 8, wenn nicht sogar mehr Stunden am Tag, hinzu kommt die Hin- und Rückfahrt. Zuhause putzen, essen und pflegen wir uns und auch ein wenig unsere Familie, schauen Fernsehen, um uns angeblich abzulenken, spielen, lesen oder tun sonstwas. Gehen irgendwo hin, um unser Geld, was wir verdienen auszugeben, um es denjenigen wieder zurück zu geben, von denen wir es bekommen haben. Hinterfragen wir oder nehmen wir einfach hin? Wir versuchen so gut wie möglich zufrieden zu sein und diesem dubiosen Ding namens Glück nachzueifern, aber müssen jeden Tag in den Spiegel schauen und uns eingestehen, dass es bei dem Versuch bleibt. Was ist dieses Glück eigentlich und wer legt fest, was das bedeutet?

Uns fehlt etwas und wir wissen nicht was. Die Welt ist unser Spiegel, für jeden Einzelnen. So wie es im Kleinen abgeht, so zeigen es auch die Großen. Wo bleibt denn der Zusammenhalt, die angebliche Nächstenliebe, die ein paar Wenige betreiben, der nötige Schutz für unsere Umwelt, wie es wirklich sein müsste? Wo bleibt Platz für die wichtigen wesentlichen Dinge und wer legt das fest, was da ist? Aber nein, wir klammern an unserem Luxus der Wegwerfgessellschaft, der Verschwendung, Verschmutzung, Kriege. Das hier sind nur ein paar Denkanstöße und noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs. Armut, verhungern, einsam sterben. In vielen Dingen muss ich mich mit einbeziehen, weil ich es bis vor Kurzem auch so getan habe, ohne es zu wissen oder nachzudenken. Jaja, kluge Gedanken… Wir rotten uns selbst aus und jeder lächelt zufrieden in den Computer.

 

 

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