Ernährung – Genuss und Pflicht

Prompts Daily Challenge

Körper & Geist

Interview mit Sabrina, den 22.01.2017

Thema: Ernährung – Genuss und Pflicht

Zu einem gesunden Lebenstil gehört eine regelmäßige ausgewogene Ernährung. Wie stehst du zu dem Thema Genuss und Pflicht im Bezug auf Ernährung?


Regelmäßige ausgewogene Ernährung in Maßen trägt zur Gesundheit im erheblichen Maße bei. Wir können uns gesund und krank essen. Manche können essen, was sie wollen und nehmen nicht ab, aber es gibt auch solche Menschen, die einfach nicht zunehmen können. In der Werbung wird das Thema Abnehmen groß ausgebreitet. Als ich das Problem hatte, dass ich immer mehr abnahm, obwohl ich aß, konnte mir keiner sagen, warum. Es liegt wohl an der Depression, sagten mir die Ärzte. Mein Körper konnte einfach nicht die Nährstoffe aufnehmen und schied über die Hälfte wieder aus. Sogar meine Oma fing an, superleckere Sachen für mich zu kochen, aber ich hatte nur den Geschmack von Sand und Seife. Genuss war da in weite Ferne gerückt. Selbst der Anblick und der schmackhafte Duft konnten wir nicht helfen. Deswegen beschäftige ich mich schon lange mit diesem Thema. Immer wenn ich in eine depressive Phase rutsche, nehme ich ab und kann nicht machen. Da hilft auch kein Sport, keine Entspannung, oder zumindest nur im geringen Anteil.

Genuss ist also auch erheblich maßgebend für unsere Verdauung, mit den Sinnen zu genießen, zu essen. Unser Körper regelt nach meiner Meinung nach darüber auch das Gewicht und die Verdauung. Der Körper verdaut, aber der Geist auch. Unsere Stimmung beeinflusst uns , auch unsere Verdauung. Wenn wir gut gelaunt sind, schmeckt das Essen gleich viel besser. Aber natürlich hat es auch etwas mit der Qualität und der Zubereitung zu tun. Da ich seit nun fast 20 Jahren mit dem Thema Depression persönlich und in meinem Umfeld zu tun habe, weiß ich, dass Essen und Trinken für Depressive nur noch eine Pflichtnummer ist, nichts mehr mit Lebensfreude zu tun hat. Es hat etwas mit Freude, Zusammensein und Kultur zu tun. In der letzten Zeit befasse ich mit unregelmäßig mit der weltlichen Esskultur. Chinesische, französische, deutsche und amerikanische Küche. Bei der fernöstlichen Esskultur mit Stäbchen finde ich es faszinierend, wie intensiv sie sich mit dem Essen auseinander setzen. Sie essen sehr bewusst, langsam und mit Sorgfalt. Soweit ich das mit der französischen Küche mitbekommen habe, nehmen sie sich sehr viel Zeit, auch gemeinsam zu essen. Die Amerikaner haben eine ausgeprägte Feiertagsesskultur, aber sie nehmen sich im Schnitt für den Tag 80 Minuten Zeit, um zu essen und sind währenddessen noch abgelenkt.

Trinken ist genauso wichtig wie das Essen. Das wird noch ein gesondertes Thema sein.

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