Wenn ich wieder 18 Jahre wäre

Prompts Daily Challenge

Wenn ich wäre

Interview mit Sabrina, den 15.02.2017

Thema: Wenn ich wieder 18 Jahre wäre

…mit dem Wissen von heute, würde ich da wirklich einiges oder alles anders machen?


Viele Menschen würden ihr Leben anders gestalten, wenn sie die Möglichkeit bekommen hätten. Es bedeutet zwar nicht, dass man etwas bereut, wenn man es anders macht, aber ich zweifle nicht daran, dass einige Dinge passieren müssen. All meine Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Würde ich wirklich etwas ändern, mit meinem heutigen Wissen? Ich würde diese Gelegenheit wahrscheinlich gar nicht haben wollen. Denn Zeit ist kostbar, sowie die Erinnerungen schaffen. Ich hätte die Lektionen auch auf eine andere Art und Weise bekommen können, aber so denke ich, war es tragbar. Ich glaube daran, dass der Mensch nur das zugemutet bekommt, was er ertragen kann und wenn es mehr, viel mehr ist, hat es einen tieferen Sinn, welches über ein Leben hinaus geht.

Ganz ehrlich: Ich würde die Gelegenheit überhaupt nicht haben wollen. Das gruselt mich irgendwie, alleine der Gedanke. Ich bin froh, dass ich meine ersten 30 Jahre vor knapp drei Jahren abgeschlossen habe. Da werde ich doch nicht freiwillig dahin zurück kehren. Das war eine furchtbare Zeit. Außer meine Beziehungen, die muss ich dabei ausklammern. Zum 18. Geburtstag habe ich extra eine Spielhalle gemietet und Bekannte eingeladen. Ich hatte 30 Eingeladen und gekommen sind zum Glück 10 Leute. Wir hatten Spaß, notgedrungenerweise, es hat auch genug Geld gekostet. Aber wenn ich diesen Horror nochmal durchleben müsste mit dem Wissen von heute, würden mir die anderen Menschen wahrscheinlich total am Hintern vorbei gehen und ich würde noch rebellischer sein als ich ohnehin schon war. Die Zeit unter der Regentschaft meiner Eltern, neeeeneeee, um Jottiswillen. Abitur, boah ne, nich nochemal. Vielleicht würde ich mehr Jugendsünden machen, als ich sowieso tat. Und an eine Uni gehen, anstatt erst eine Ausbildung zu machen. Das war der größte Scheiß. Naja, wenn man nicht auf sich selber hört, leben andere dein Leben. Mein Plan war es zuerst eine Ausbildung, (obwohl ich zuerst studieren wollte) und dann ein Studium.

Stimmt, wenn ich es mir so überlege, würde ich einen feuchten Dreck darum geben, was andere gut für mich heißen. Und alleine daraus hätte ich mich schon ganz anders verhalten, da mein Leben damals sehr fremdbestimmt war und bis heute ist. Aber es ist wie es ist. Vielleicht will ich damals nicht ändern, weil ich mich damit abgefunden habe und das Risiko nicht eingehen will, mir die Frage zu stellen „Was wäre wenn (denn dafür bin ich zu eitel), aber ich könnte es jetzt tun. Aber was? Ich bin so eingefahren, dass ich es gar nicht mehr weiß. Oder vielleicht doch und ich habe einfach nur noch nicht das nötige Selbstvertrauen und Handwerkszeug? Zu perfektionistisch? Was würde denn mein älteres Ich alles getan haben wollen? Das ist auch eine gute Frage. Was will ich mit 60 Jahren in meinem Leben alles erreicht haben wollen. Darauf komme ich noch zurück!

 

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