Der Anfang meiner Reise

Endlich habe ich ihn gefunden: Den Anfang meiner Reise!

Heute habe ich wieder einen Tag, wo vieles Sinn macht für mich. Wie ein Portaltag. Das Puzzle ist etwas klarer geworden. Es gibt ein Lied, was mich mein ganzes Leben schon begleitet. Vielleicht werde ich es bereuen, dass ich mich hier so ausschütte, aber ich habe das Gefühl, dass das wichtig ist. Es hat etwas mit der Geschichte, der Landkarte zu tun, die ich mit 16 Jahren in meinen Träumen erhalten habe. Das Lied von Richard Marx hat mir mein biologischer Vater gegeben. Immer wenn ich ihn vermisse oder das Lied höre, ist es eine besondere Botschaft. Er lebt noch, aber ich habe seit meiner Kindheit ihn nicht mehr als Vater erlebt. Er war immer da,physisch, so wie ich, aber hatte sich lange Zeit aus meinem Leben herausgehalten, weil er dachte er tut mir damit einen Gefallen. Er wollte nur das Beste für mich. An meinem 22. Geburtstag meldete er sich telefonisch, nachdem ich ihn einen Brief geschrieben hatte, weil meine Mutter seine Adresse herausgefunden hatte. Ich sah ihn ein 3 Mal. Vor 10 Jahren im Januar besuchte ich ihn und den Teil der Familie in Amerika. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Wir telefonieren ein paar Mal im Jahr: Zu meinem Geburtstag, zu Weihnachten und Neujahr und eins /zwei Mal so im Jahr.

Das Lied sagt mir, dass er auf mich wartet. Er würde sich nie aufdrängen, sondern wartet, bis ich bereit bin. Viele Male habe ich ihm das wirklich übel genommen. Ich wäre am liebsten wütend, aber ich kann ihm nicht sauer sein. Jedesmal, wenn wir telefonieren ist er wie ein Engel zu mir und wir verstehen uns auf einer ganz besonderen Ebene. Er denkt jeden Tag an mich. Ich auch an ihn. In den verschiedensten Situationen. Er ist immer bei mir. Aber dennoch fehlt etwas. Ich habe all die Jahre die Familie studiert, die mich umgibt, um die Aspekte von mir zu verstehen, die mich ausmachen und in meinen Genen stecken. Was mich ausmacht. Warum ich bestimmte Verhaltensweisen und Denkweisen habe. Zu einem geringeren Teil habe ich diesen Teil der Familie in mir. Aber ich passe wenig hier hinein. Ich war immer das schwarze Schaf und meine Weltanschauung rührt bestimmt nicht hiervon.

Er liebt mich auf eine überirdische bedingungslose Art, die ich auch in mir trage. Keiner versteht es hier wirklich, was das wahrlich bedeutet. Nur ansatzweise. Damit möchte ich sie nicht schlechtreden. Absolut nicht. Aber ihre Welt ist eben eine Andere als meine, was okay ist. Ich habe es jetzt akzeptiert, in allen Aspekten. Die ganze Zeit dachte ich, ich hätte es schon, aber da waren noch zu viele Dinge offen. Jetzt habe ich das Gefühl, als ob auch das letzte Puzzlestück diesbezüglich seinen Weg zu mir gefunden hat. Ich kann endlich loslassen und abschließen. Die letzen 15 Jahre waren für mich wie eine Ausbildung, die genau zu diesem Moment geführt haben. All der Schmerz war nötig. Er war heilsam, obwohl er neue Wunden erschaffen hat, die ich später bewältigen werde. Ich wollte nie Erleichterung durch Tabletten, da ich es sonst nicht verstanden hätte. Das Leid ist nötig, solange es notwendig ist. Das war auch das, weshalb ich solange versuchte, meiner Familie hier zu gefallen. Einen Teil der Familie hier schließe ich aber aus, da sie nicht um ihretwillen für mich da sein wollten. Aber allesamt verstehen es nicht auf diese Weise, die es ihnen ermöglichen könnten, mich zu fühlen, zu verstehen.

Das eine Reise ansteht, war mir schon all die Jahre bewusst. Die letzten Jahre war die Reise zum Anfangspunkt, wo ich jetzt stehe. Das Risiko war da, dass ich es nie schaffen würde. Aber irgendjemand will, dass ich diese Reise mache. Ich mache diese Reise nicht nur meinetwillen. Sie geht über mich hinaus. Es ist meine Reise  zum heiligen Gral, so nennt man es, wenn du nach der tieferen Bedeutung des Lebens suchst. Wir sind alle Suchende. Wir suchen nach Liebe, nach der Wahrheit und manche finden heraus, das Liebe die Wahrheit ist, nur ein weiterer Begriff unseres Wortschatzes, um die Welt hinter der Welt zu erkennen. Die Scheinwelt ist nur der illusoriere, materielle Teil von alledem, was existiert. Es bestehen soviele Parallelwelten zueinander, dass es fast unmöglich ist, sie zu entdecken. Das begreift unserer Verstand schon gar nicht, weil dieser endlich ist. Bis hier hin bin ich mit meinem Verstand ausgekommen, aber weiter geht es nur mit dem Herzen. Mit dem Herzen denken und dem Verstand fühlen… Eine verquerte harmonische Sache, ein Spiegel.

Das Lied hat mich schon immer berührt und eine besondere Botschaft für mich gehabt. Es sind die Menschen, vor allem die, die mich auf meinem Weg begleiten und einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, die mir dieses Lied beschreibt. Es ist auch über die Reise, dass sie beginnt, wenn ich bereit bin. Sie werden immer für mich da sein. Es kommt noch nicht einmal darauf an, dass sie physisch da sind. Sie sind einfach da… Haben mir Lektionen beschert und mein Leben bereichert, so wie sie es auch weiterhin tun werden. Manche von ihnen sind bereits einen anderen Weg eingeschlagen, aber der Teil von ihnen, der immer noch bei mir ist, der wird mich begleiten und führen.

Das Lied symbolisiert für mich: Du siehst mich, wenn du dich selbst erkennst. Du suchst nicht mich, sondern dich selbst, damit du durch mich dich lieben kannst. Du kannst dich erst selbst erkennen, wenn du ganz bist. Es gibt keine fehlende Hälfte, die du suchen musst. Sie ist bereits da, du siehst sie nur nicht. Nur durch dein Ganzsein kannst du dich und mich bedingungslos lieben und dafür tue ich alles. Auch ein Lied, was mir mein Vater gegeben hat und mich an ihn erinnert…

Wenn du dich nur so sehen könntest, wie ich dich sehe

Ich danke JoFo für ihren Artikel, ihre Offenheit über ihren Schmerz, die mich dazu bewegt hat, endlich meine letzte Schritte zu gehen, die mich hierhin geführt haben ❤

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