Gedanken(k)reise: Das müssen die anderen auch können!

Gestern erst kam mir eine der unglaubwürdigen Wahrheiten über Großunternehmen wieder ins Gedächtnis. Es ist lustig, aber damals habe ich eine Erfahrung gemacht, die mich sehr geprägt hat. Ich reiße es einmal komplett aus dem Kontext, aber das macht die Wirkung nicht weniger bedeutend. Wir haben indirekt Ärger bekommen, weil unserer Bereich zu gut lief. Ja! Lasse diesen Satz in deinen imaginären Ohren widerhallen. Das zieht weite Kreise, so unmöglich das klingen mag. Unternehmen rechnen mit dem Desinteresse und den Fehlern der Mitarbeiter. Sie bilden Rücklagen, kalkulieren Risiken und arbeiten mit Abschreibungen und so weiter. Da möchte ich nicht in die Tiefe gehen, aber natürlich beeinflusst dies alles das liebe Geld. Das nächste schockierte und kränkte mich zutiefst: In den anderen Bereichen kam ein Missmut hoch, da sie sich genötigt fühlten, sich unseren Leistungen anzugleichen. Das wurde vom Vorstand sogar erwartet, weil es bei uns so leicht aussah, trotz das es harte Arbeit war. Das müssen die anderen auch können! sagten sie. Vergleichen ist gaaanz schlecht. Neid und Ablehnung machten sich breit. Das führte natürlich zu unkalkulierbaren Verlusten wie Neid, Krankheit, Rivalität und ineffizienten Arbeitsprozessen sowie fehlender Kommunikation.

Zu gute Leistung baut Erwartungen auf, die kein Ende nehmen, bis die Blase platzt. Deswegen ist es heute ein brüchiges illusionäres Denksystem, dass man nur das nötigste macht, nicht zu viel mitdenkt, weil das nicht erwartet wird und unerwünscht ist, damit die große Lüge aufrecht erhalten wird. Man rattert die acht Stunden runter, macht Überstunden, weil es so ist, ist daran gewöhnt, das Argwohn herrscht, das eigene Potential erstickt wird und eigentlich nur eine Marionette ist. Die Machtspiele gehen immer von oben nach unten. Ein passender Spruch, der aber nicht so hart gemeint ist: Wenn du nach unten schaust, siehst du nur Scheiße und wenn du nach oben schaust, Arschlöcher! Das Bild sind Tauben auf einer hierarchisch aufgebauten Leiter und die fetteste Taube sitzt oben drauf. Durch den Missmut entstehen natürlich Strategien der Anderen, wie sie dich am besten sabotieren können und so sind wir wieder in der Matrix angekommen. Sie warten ab, dass wir ja nicht zusammen arbeiten, um dieses Lügenkonstrukt zum Einsturz zu bringen.

Im Kleinen wie im Großen! Übertrage dieses Bild und du erkennst die Absichten und die Zusammenhänge 😉 Das gibt es ü b e r a l l . So funktioniert die Welt. Zum Glück gibt es Ausnahmen. Auch wenn ich einige Dinge ausgelassen habe, entrückt es nicht die Essenz des Ganzen Schlamassels. Die Vernetzungen dienen nicht nur der Spionage und dem Informationsaustausch. Man möchte einen Vorteil für sich nutzen. Das nennt man wohl heute Diplomatie, obwohl es vom ursprünglichen Sinn weit entfernt ist. Es ist ein Wort, dass man für seine Zwecke nutzt und zwar schmutzig. Nur so kann man in dieser verkorksten Welt überleben. ansonsten wirst du überrollt, wenn du mit den Großen kacken willst. Sorry für den Ausdruck, aber ist doch so! Diene dem System, sei artig und gehorsam und keinen Schritt weiter. Das war eine bittere Niederlage für meine freie Welt, als ich das erkannte. Ich will nicht glauben, dass die Welt schlecht ist. Sie ist das, was du aus ihr machst. Es ist alles nur ein Spiel, obwohl es bierernst ist. Also: Kenne das Spiel!

In diesem Gedankenstrudel habe ich eine Weile verharrt, in Schreckstarre. Aber das ist IHR Spiel. Nicht meins. Bloß wie willst du da ausbrechen? Ohne Geld geht heute nichts mehr. Einfach die Augen schließen, funktioniert nicht, es ist ja immernoch da. Nicht darauf reagieren, mmhh, wenn du die Möglichkeiten dazu hast, um dich anders zu entscheiden, nur zu, aber es wird nur in einer weiteren Niederlage münden. Das ist eine verzwickte Sache. Eine aus den Fugen geratene Strategie ist: Mach dein Ding! Dazu brauchst du die nötigen Informationen, einen Plan und den Mut und die Stärke, Hindernisse zu überwinden. Andere würden es Traum oder Potential nennen. Es gibt viele Worte dafür, aber eins ist sicher: Es ist ein Kampf, jede Sekunde, jede Minute, Stunde, Tage, Monate, Jahre, Jahrzehnte und nur die wenigsten haben die Disziplin, das Durchhaltevermögen und die Energie, es wirklich zu schaffen. Trotzdem, gib nicht auf, nie! Denn das ist ihr Plan, auch wenn sie vorzuheucheln, dass ein Wandel stattfindet. Sie wurden nur ertappt und wollen es verdeckt weiterführen für ihre Machtspiele. Es ist immer zu früh aufzugeben, aber nie zu spät zu kämpfen!

 

In diesem Sinne…

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2 Kommentare zu „Gedanken(k)reise: Das müssen die anderen auch können!

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