Manats-Challenge Mai: Wachsen

Wenn du deine Wichtigkeit erkennst, verlierst du sie in diesem Augenblick. Wachsen ist mein Ziel dieses Monats April. Dies gebührt dem Frühling. Wir sind im Dunkel geboren. Das Samenkorn strebt nach dem Licht und setzt seine ganze Energie darin zu wachsen. Gegen alle Widrigkeiten. Ich möchte lernen mich zu schützen, ohne mich zu verschließen. Ich möchte mich öffnen, meine Wahrheit suchen und erkennen, ohne auf Irrwegen zu wandern. Wir töten Zeit nur zu gerne. Aber wir glauben, Zeit zu verdrängen, wenn wir uns Dinge erlauben, die uns gut tun. Was für ein verquertes Weltbild! Wir vertrauen niemanden mehr, noch nicht mal uns selbst. Es ist wie bei dem Nachbarn, der dir erzählt, wie du deinen Garten zu pflegen hast. Eines Tages, wenn du nach seinen Maximen lebst, erkennst du deinen Garten nicht mehr, obwohl du ihn erschaffen hast. Aber es ist nicht mehr dein Garten, sondern der Garten deines Nachbarn nach seinen Vorstellungen. Dabei hattest du alle Möglichkeiten, hast sie aber nicht genutzt.

Was tust du dann? Aufgeben und so weiter machen oder es zu deinen Garten machen? Ich setze jetzt alles auf den Prüfstand. Welche Gedanken meine sind, welche Gefühle zu mir gehören, meine Identifikation mit meinem Körper und meinem Geist. Ich übernehme Verantwortung für meine guten und schlechten Absichten, Taten, Gedanken, Emotionen und auch dafür, dass ich andere angenommen habe, um zu erkennen, wer ich bin und dies zu meinem Ding zu verwandeln. Denn das kann nur in Liebe passieren. Liebe ist leben. Ich werde jetzt darauf zu arbeiten, dass ich mein Leben lebe und nicht das eines anderen oder was andere sich für mich wünschen. Ich bin darauf vorbereitet, dass dies Schmerzen hervorruft, aber ohne sie geht es nicht und ich wäre nur halb so real. Es ist wie bei Ying und Yang. Der Samenkorn des einen, steckt im anderen drin. Gute Absichten können sogar noch mehr zerstören, da sie in einer Illusion und Verwirrung eingehüllt sind, die nur schwer erkennbar sind. Die Welt ist das, was du daraus machst. Lerne zu unterscheiden… Die Welt findet im menschlichen Verstand seine Lösung, wenn diese mit dem Herzen denkt.

Es ist für mich immer noch einiges schleierhaft, im Nebel gehüllt und ich habe noch viele Halbwahrheiten, die ihren Querverweis suchen, um sich zu einem Bild zusammen zu fügen. Angemessenes Tempo 😉 Das Wissen, was wir meinen zu haben, sind subjektiv erfahrene Meinungen, die durch Praktiker bestätigt wurden, damit sie ihre Allgemeingültigkeit erfahren können, aber es muss nicht das Ende des Weges sein. Es ist eben wie so vieles anderes eine Illusion, die wir aufrecht erhalten, um etwas fassbar bekanntes zu haben, mit der wir die Welt definieren können. Vor unbekannten verspüren wir Angst, anstatt Vertrauen. Angst soll schützen vor Gefahren, so wie unser Verstand uns schützt. Die Welt wird subjektiv erfahren. Wir erfahren die Welt aus unserem Inneren durch Wahrnehmungskanäle. Alles passiert in uns. Wir aber denken, dass alles im außen passiert. Deswegen suchen wir auch im außen, weil wir denken, dass wir uns dort finden. Verrückt oder? Das wurde uns beigebracht. Hoffen wir nicht, dass wir, wenn wir erwachsen werden alles zu vergessen, was uns beigebracht wurde, um unsere eigene Wahrheit zu erkennen?

Also WACHSEN, was auch immer das heißt… Das werde ich wohl erfahren, was es für mich bedeutet, mich um meinen Garten zu kümmern.


Monats-Challenge Januar/ Monats-Challenge Februar / Monats-Challenge März / Monats-Challenge April

Rückblicke 2017

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