Gedanken(k)reise: Von außen nach innen

Man sollte ja meinen, dass wir in einer Welt leben, wo wir als Mensch begriffen haben, dass wir eine (Eigen)Verantwortung tragen. Bei Kriegen gibt es nur Verlierer und die Weltmächte legen es regelrecht darauf an, in Vertreterländern Machtspielchen auf Kosten von Lebewesen und Umwelt durchzuführen. Es geht nicht mehr alleine um das Leben, um Menschen-, Tier- und Pflanzenwelt. Europa ist damit beschäftigt, die Fluten an gepeinigten Menschen aus Süd und Ost human aufzunehmen, muss sich aber trotz allem, auch innenpolitischer Schwierigkeiten, mit dieser perfiden Weltpolitik auseinander setzen. Ist dies der Weg, den sich die Machthaber ausgesucht haben, um den exponentiellen Wachstum der Weltbevölkerung zu minimieren? Wenn ich die Nachrichten und Medien durchforste, sehe dass jährlich Millionen an Krankheiten / Seuchen, Wassermangel, Bürgerkriegen, Armut und sonst irgendetwas sterben, Tiere und Umwelt gewalttätig zugrunde gerichtet werden. Da überfällt mich der Weltenschmerz und ich frage mich, was ich da tun kann. Ich kann meine Welt verbessern.

Ich glaube nicht, dass die Drahtzieher noch Unterschiede zwischen (Nicht)lebewesen machen. Kann man die Dunkelziffer überhaupt aufzählen, wieviele Lebewesen sterben, wieviele Rohstoffe ausgebeutet werden? Wir nennen jetzt nur Menschen, aber es geht um die Erdbewohner und die Erde an sich. Der Rest der Menschheit wird unsozial gemacht, damit sie gar nicht erst zusammen arbeiten können, sondern eher gegeneinander ausgespielt werden und davon der Rest wird dumm gehalten oder ausgegrenzt. Es ist sowieso alles nur Schein und Palaber. Eine riesige Ablenkung. Worum geht es hier überhaupt? Das ganze Weltspiel ist doch eine einzige Schikane. Polarisieren, trennen, da haben sie doch ihr Ziel erreicht. Anstatt nach außen zu gehen, wäre es sinnvoll, tief in sich hinein zu blicken, um seine eigene Wahrheit zu erfahren und dann auszuleben. Das kann doch nicht sein, dass wir menschen- und lebensverachtend sind, auch in unserer Umgebung, auf Rivalität getrimmt. Verständnis, Toleranz, Vielfalt, Mitgefühl, Altruismus, das sollte gefeiert werden und das tun, was einem selbst gut tut. Sein Bestes geben, andere daran teil haben lassen.Egoistisch ist dann nur, wenn man sich selbst der Welt vorenthält und seine Träume für sich behält, ohne sie auszuleben.

Die „Mächte“ sind Meister darin, andere für ihre Träume arbeiten zu lassen. Der Krieg der Zukunft findet im Internet statt. Zukunft? Der eine Teil der Welt lebt fettgefressen und an Erste-Welt-Problemen und-Erkrankungen gepeinigt, der andere Teil verkümmert an Hunger, Armut, an Dritte-Welt-Problemen und-Krankheiten und alles findet in unseren Köpfen statt. Der maßlose Konsum zwingt andere Menschen, die denken, sie wollen auch so leben, zu unmenschlichen Taten. Wir zwingen einander wie Marionetten, um gegenseitig zu verletzen, anstatt einmal darüber nachzudenken, wie wir eine Winn-Winn-Situation erwirken, ohne egobetrieben zu sein. Seinen Traum zu leben, heißt nicht, andere über die Klinge springen zu lassen, sondern sie daran teilhaben zu lassen. Aber leider ist der Weg dorthin sehr einsam, meistens zumindest. So wenig wie möglich schaden zufügen, denn wenn wir andere schädigen, schädigen wir auch uns selbst. Das haben viele noch nicht begriffen. Aber leider ist dieses Machtsystem nahezu perfekt durchdacht und es ist fast unmöglich es zu umgehen. Also mach dir einen Kopf!

Dein Mangel ist dein Segen (Das Gedicht: Der Blinde und der Lahme), denn dadurch bringst du eine Lektion ans Licht, die du und andere Menschen sonst nicht erkennen und lernen können. Ich bin dankbar für mein Leben, für meinen Mangel, weil er mir gezeigt hat und zeigt, was Leben heißt. Die Depression, die ich 20 Jahre gelebt habe, hat mir viele Dinge gezeigt, was alles schief läuft, wo ich gegen mich und andere arbeite, wo die Liebe fehlt, wo die Menschen einfach unmenschlich geworden sind, wo der Schmerz sitzt, wo Mitgefühl erforderlich ist, was wir alles geben, auch wenn wir nichts haben. Wir berühren Menschen, als Lektion oder als Segen. Selbst der einsamste Mensch begegnet sich selbst oder hat Erinnerungen an andere Menschen. Wir sind nur so einsam, wie wir sein wollen. Wenn also die Welt in deinem Kopf stattfindet, was würdest du tun, wenn du keine Angst mehr hast? Wie sieht deine innere Welt aus? Wie siehst du die Welt im außen? Die Welt außen spielt keine Rolle mehr. Es ist nur Ablenkung für jetzt. Um der Intoleranz im außen zu begegnen, musst du stark sein, damit du nicht in diese Falle tappst. Die Reise nach Innen ist die Reise deines Lebens!

 

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