Bis Ende des Monats Nichtraucher sein

Der Monatsanfang gibt Kraft für Neues und um Dinge loszulassen. Bei den meisten Menschen kommt das monatliche Geld, Rechnungen werden bezahlt und man kann wieder etwas durchatmen. Ein großes Thema bei mir diesen Monat ist, Nichtraucher bis Ende des Monats zu sein. Da ich mich kenne und schon einige Versuche mit dem Rauchen Aufhören hinter mir habe, weiß ich über viele Fallen, in die ich hinein tappen kann.

Das Phänomen, mehr zu rauchen als sonst

Wenn ich sofort aufhören will, rauche ich auf einmal mehr. Das liegt daran, dass ich viel mehr über das Rauchen nachdenke und wie bei dem Rosa Elefanten denke ich dann nur noch an Zigaretten. Das bringt mich dann wieder dazu, sauer auf mich zu sein, frustriert und das ist schlimmer, als wenn ich den Gedanken nicht gehabt hätte. Deswegen mein Tipp: Nicht daran denken! Oft ertappe ich mich dabei, urplötzlich eine Zigarette in der Hand zu haben. Das ist schon so ins Unterbewusstsein gelangt, dass ich es meist erst merke, wenn es zu spät ist. Die nächsten paar Tage schreibe ich ein Rauchertagebuch, wo, wann und warum um welche Uhrzeit ich rauche.

Tabelle für das Rauchertagebuch:

  • Zeit und Ort
  • Warum rauche ich?
  • Wie fühle ich mich
    • Vorher?
    • Dabei?
    • Danach?
  • Aus welchem Anlass rauche ich?

Das ist für mich die Vorbereitung, um sämtliche Trigger herauszufinden. Manche haben das Glück sofort aufhören zu können. Alle Raucher, die länger als 8 Stunden nicht rauchen, sind Nichtraucher. Wir sind jeden Morgen Nichtraucher. Ich habe es schon öfters geschafft, für mehrere Wochen aufzuhören. Aber dauerhaft hat es bis jetzt nicht geklappt. Das Tagebuch dient mir auch dazu herauszufinden, was eigentlich hinter dem Rauchen steckt. Gut ist es natürlich, wenn man sich noch daran erinnert, wann und warum man mit dem Rauchen angefangen hat. Das erleichtert die Suche nach dem Warum. Es gibt einige Ursachen fürs Rauchen. Man kommt mit seinen Gefühlen nicht klar, will sich betäuben, sich vergiften. Man glaubt, sich zu entspannen, man raucht, anstatt zu essen, bei Stress, aus Langeweile. Viele stellen sich das Aufhören grauenhaft vor, aber es ist ungelogen wirklich einfach. Das ist ja gerade das Fiese dabei. Es spielt sich alles im Kopf ab. Ich stelle mir jedes Mal die Top 10 Fragen, wenn ich aufhören will zu rauchen:

  1. Wann und warum rauche ich?
  2. Was habe ich davon zu rauchen, was davon aufzuhören?
  3. Was kann ich stattdessen machen?
  4. Wie kann ich mich besser kennen lernen?
  5. Was will mir die Sucht sagen?
  6. Welche Geschichte steckt dahinter?
  7. Was kann ich auf meine 2-10 Minuten-Beschäftigungsliste schreiben, um mich zu beschäftigen?
  8. Was kann ich tun, um mit Stress und meinen Gefühlen umgehen zu lernen?
  9. Was kann ich bei Frust anders machen?
  10. Was kann ich in den alltäglichen Dingen verbessern?

Je bewusster ich lebe

Je bewusster ich den Tag und den Moment lebe, umso weniger habe ich das Verlangen nach einer Zigarette. Wenn ich mit dem Tagebuch anfange, vergeht mir schon die Lust an der einen oder anderen Standardzigarette. Brauche ich gerade jetzt diese Zigarette? In dieser Phase brauche ich meistens schon die 5-Minuten-nach-dem-Aufstehen-Zigarette ncht mehr, weil ich stattdessen ein Glas Wasser trinke. Oder die Verdauungs-Zigarette nach dem Essen brauche ich nicht, weil ich nicht will, dass mein Geschmack oder der Prozess des Verdauens durch das Gift entwertet wird. Dieses Ziehen oder „Hungergefühl„, welches aufkommt, wenn man eine Zigarette braucht, ertränke ich mit einem großen Glas Wasser mit Zitrone, Ingwer oder Minze, warm oder kalt. Ich trinke sowieso zuwenig, deswegen kommt mir das sehr entgegen. Bei mir funktioniert es am besten, wenn ich mitten am Tag aufhöre. Ab der zweiten Woche mache ich das jeden Tag, weil ich morgens viel rauche. Das ist meine unterbewusste Rauchzeit. Zwischensnacks sind Gemüsearten, die von Hause aus Nikotin enthalten wie Tomaten oder Paprika, manchmal mit einem leckeren selbstgemachten Dip. Denn selbst zubereiten und kochen erhöht den Genuss, abzuschmecken und die Sinne zu beleben.

Wahrnehmung schärfen

Die Sinne wie Geschmack und Riechen sind durch das Rauchen eingetrübt. Selbst sein Essen zu zubereiten, ist eine wunderbare Übung, um seine Sinne zu reaktivieren. Die Wahrnehmung der Umgebung und der Situationen ändert sich schleichend. Auf einmal sieht man überall Zigarettenstummel und herumstehende Raucher. Die Entwöhnung ist ein schöner Prozess. Es geht einem Tag für Tag besser. Das genieße ich am liebsten. Für das Extra Geld kaufe ich mir kleine Belohnungen. Eine Entgiftungskur fange ich ab heute an, obwohl ich nur dabei bin, weniger zu rauchen. Ich habe mich für eine Basenkur mit Basentabletten, basische Ernährung und Schüßlersalze entschieden (Morgens á 2 Tabletten Nr. 6, Mittags á 2 Tabletten Nr. 10 und Abends á 2 Tabletten Nr. 12 mit einem großen Glas Wasser). Das hilft den Körper sauber zu machen. Die Schüßlersalze-Kur wird auch Balance-Kur genannt. Soweit für diese Woche 😉

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2 Kommentare zu “Bis Ende des Monats Nichtraucher sein

  1. Ich rauche selbst und finde deinen Plan außerordentlich interessant. Wirklich eine gute Idee. Dennoch, ich hinterfrage das Rauchen selbst und bin da eher ein kleiner Pessimist. Ich denke eher das wir eh alle sterben und das Leben ist eh schons chwer gung also kann ich genausp gut auch rauchen. Jedoch sollte man die GEsundheitlich Aspekte natürlich nicht aus den Augen verlieren und auch ich würde aufhören, wenn mein Arzt mir sagen würde das ich es dringend nötig hätte. ICh wünsche dir viel Glück und vielleicht werde ich es irgendwann auch schaffen ❤

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    • Danke für dein Kommentar. Die Sache mit dem Rauchen ist ja die: Wir vergiften uns mit Genuss selbst. Wir betäuben uns ja. Es ist ja viel mehr als nur der Rauch, was dahinter steckt. Esist ein Löffeln Gift, ein langsamer anerkannter Selbstmord, den man gar nicht wahrnimmt,weil es eben sooo langsam geht. Dadurch wiegt man sich ja in Sicherheit, weil man lange Zeit nichts mitbekommt. Aber ja, du hast recht, der kleine Zigarettendämon in der Brust ist sehr überzeugend 😉 hihi … Liebe Grüße

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