Frühlingsgewuhl

Frühling! Schon Anfang März kündigte sich das Blühen an. Ich war erwartungsvoll und habe es gar nicht gemerkt, dass es endlich soweit ist. Jetzt ist es  auch bei mir angekommen. Der Frühling ist geradezu prädestiniert für einen Neuanfang. Das Leben kehrt im zarten Grün zurück. Bunte Farben sprenkeln die Blumenwiesen. Frühjahrsputz, Balkon auf Frühling einstellen, bepflanzen und die Frühlingsklamotten herausholen. Ich nutze diese Zeit gerne für Ausmisten, entrümpeln und aufräumen im großen Stil. Die Sonne verleiht einem zusätzlich Energie, auf die Frühjahrsmüdigkeit ist schon ein Kreuz. Mehr Sonne und mehr müde, Serotonin tanken, Vitamin D in die Haut aufsaugen und viel Obst und Gemüse essen, aber das Trinken dabei nicht vergessen! Jedes Jahr aufs Neue durchläuft unsere Vorbereitung auf den Sommer einem stetigen Wandel, wie wir auch. Probierst du auch jedes Jahr etwas neues aus, um den Herausforderungen gewachsen zu sein?

Gefühle, Gefühle, Gefühle! So viele auf einmal in einem riesigen Gewühle, was man am Ende gar nicht mehr auseinander halten kann… Frühlingsgewuhl, so nannte ich die Frühjahrsdepression immer, aber dieses Jahr habe ich zum ersten Mal die Zuversicht, dass ich die Depri besser in den Griff bekomme. Ich habe nämlich ein Plan! Erfahrungen der letzten Jahre auf die Top 10 gesetzt, was funktioniert und was nicht.

Was nicht funktioniert:

  1. Zuviel schlafen: Sich angemessene Ruhe und Zeit geben ist viel besser, als alles einfach wegzuschlafen.
  2. Nicht regelmäßig essen und trinken: Das führt nur zu mehr Unruhe und Agressivität. Ich bin ein Grummel, wenn ich hungrig bin!
  3. Nicht genügend Bewegung an der frischen Luft: Auch wenn es bewölkt ist, kann man spazieren gehen und es bringt was!
  4. Planlos sein: Nicht zu wissen, was man machen soll, überfordert schon, bevor man etwas anfangen will.
  5. Sich verkriechen: Zuhause sich unter der Decke verstecken hat noch niemanden geholfen, ganz besonders im Frühling nicht 😀

Was besser funktioniert:

  1. Sich etwas angemessen vornehmen: Einen Plan zu haben, ist hilfreich, aber wenn etwas mal nicht funktioniert, einfach weitermachen und nicht dem Alten nachhängen oder aufholen wollen.
  2. In der Ruhe liegt die Kraft: Langsam Kraft und Ausdauer aufbauen. Zu viel auf einmal kostet mehr, als beabsichtigt.
  3. Tu dir was Gutes: Entspann dich, verwöhn dich, gib dir Zeit und lass auch mal Fünfe gerade sein!
  4. Ausgewogen essen, trinken, geistige und körperliche Fitness, Entspannung und Frühjahrsprogramm: Ich mache immer gerne eine Entgiftungskur (Neumodisch DETOX genannt). Ich halte dann mindestens einen Tag in der Woche bis zur nächsten Kur einen Entspannungs- und Detox-Tag ein, was Wunder wirkt. Das Thema Fasten ist auch interessant, weil es von Basenfasten bis Heilfasten alle möglichen Bedürfnisse gibt. Sich kreativ betätigen ist auch eine wunderbare Sache, basteln, ,malen oder neues kochen, etc. Gehe doch mal Bärlauch, den Wildknoblauch, sammeln (April/ Mai). Ab Juni gibt es unter den Bärlauchblättern in der Erde leckere Zwiebelchen. Mit Bärlauch kann man auch eine super Kur machen (2-3 Mal in der Woche eine Handvoll essen)
  5. Gehe sooft raus, wie es geht: Ob spazieren, joggen, Fahrrad fahren, Städtetour, Parks entdecken, durch die Natur streunen und Wildkräuter sammeln gehen, Wochenmarkt besuchen oder einfach mal auf eine Bank setzen, etc. : An die frische Luft ist das A und O, nicht nur im Frühling, aber in dieser Jahreszeit ganz besonders!
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Laufen – Gut für den Kopf

Dieser Post soll ein kleiner Anfang für ein großes Thema sein.

Das liest man viel, wenn man sich mit dem Thema Depression beschäftigt. Aber auch in anderen Lebenslagen kann das Laufen oder Joggen gut sein. Es ist nicht für jeden geeignet. Wer Knieprobleme hat oder sonstige körperliche Einschränkungen hat, ist besser dran, wenn er oder sie ein Spaziertempo einhält. Da ich selbst gerne laufe, habe ich schon mehrere Apps und Helferlein ausprobiert. Das führte dann doch eher dazu, dass ich immer wieder längere Pausen eingelegt habe, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, es nicht durchzustehen.

Aber schlechtes Gewissen hin oder her, es ist wichtig, dass du dich bewegst. Und wenn es nur einmal die Woche ist. Raus an die frische Luft, einmal um den Block und du warst schon schneller als jede, die ihre Zeit auf der Couch verbringen. Wenn dein Kopf raucht und zugemüllt ist bis oben hin, gehe doch das nächste Mal einfach raus, egal ob es regnet, schneit, aber bei stürmischem Wetter solltest du dann doch den Spaziergang auf ein anderes Mal verlegen.

Pilgern, das große Wandern

Über das ganze Jahr verteilt werde ich immer wieder auf die Pilgerpfade gehen und darüber schreiben. Das Laufen zuhause ist für mich so eine kleine Pilgerreise für Daheim. Da leere ich auch immer meinen Kopf. Für mich ist das auch so eine Art innerer kleiner Reise. Ich entdecke jeden Tag etwas Neues in dem trüben Alltag. Das macht echt Fun. Wenn du nicht joggen gehen kannst, probiere es doch einfach mit Spazieren gehen. Du wirst erstaunt sein, was man jedesmal neu entdecken kann.

Depression ist oft eine Begleitkrankkeit anderer Krankheiten. Auch wenn du beim ersten Spaziergang nur minimal was merkst, halte dich an die täglichen 10 Minuten rausgehen und du wirst schon nach kurzer Zeit merken, wie gut es tut, den Kopf draußen in den Himmel zu hängen und mal an nichts zu denken. NICHTS, und wenn Gedanken kommen, einfach wie Wolken weiter ziehen lassen. Das ist ein kleines Stück Freiheit, welches wir uns jeden Tag gönnen und erlauben dürfen. Der stetige Tropfen hüllt den Stein. Einfach dran bleiben und weitergehen 😉

Laufen hilft auch, den Nikotinspiegel abzubauen. Wenn du dir das Rauchen abgewöhnen willst, ist das eine Spitzenidee: Laufen statt Rauchen! Bist du ein laufender Raucher oder ein rauchender Läufer? In Zukunft werden noch mehrere Posts über das Thema Laufen, Spazieren und Wandern kommen. Freu dich drauf 😉