Gedanken(k)reise: Der innere Urknall

Große Dinge kommen nicht mit einem lauten Knall. Es gibt keine Musik, keinen Applaus, kein Lob oder ein Hinweisschild: „Das ist der wichtigste Moment deines bisherigen Lebens!“ Es kommt schleichend. Es wird ganz leise in dir und… still. Die Ruhe vor dem Sturm. Und dieser winzig kleine Moment fühlt sich an wie Ewigkeit, wo Faszination, Begeisterung und Schönheit, die Schöpfung, dein ganzes Leben, sich in diesem einen ewigen Moment der Gegenwart einbrennen, für immer. Du hast keine Ahnung wie, aber du weißt es. DAS IST ES! Es war schon immer da, du hast es nur nicht bemerkt. Du hast schon immer darauf gewartet und jetzt ist es endlich da. Was wirst du damit anstellen? So unspektakulär wie es dir auch erschienen ist, damit hast du nicht gerechnet. Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Deswegen kommst du dir selbst so dumm vor, aber hier ist es nun.

Der Funke, auf den du gewartet hast, dein Wegweiser. Alles hat zu diesem Moment geführt und nun weißt du, was zu tun ist und es kommt dir so lächerlich einfach vor, dass es schon fast nicht mehr wahr sein kann, aber das ist es. Glaub mir. Du musst kein Richter mehr sein und über alles und jeden urteilen. Mach einfach dein Ding, sei einfach da und mach, sei du, was auch immer das heißen mag. Mach, was für dich richtig ist und wenn es nicht mehr für dich richtig ist, dann mach es anders. Keine Scheu vor Entscheidungen, denn die triffst du gewollt oder ungewollt jeden Augenblick. Sei ehrlich zu dir selbst und wenn du merkst, dass du es nicht bist, verzeih dir, lass los und mach es besser. Vertrauen birgt auch Trauen, also trau dir zu, träume und belebe deine Träume durch Handeln. Verwirkliche sie! Hindernisse und Sackgassen sind Hinweise, dass du entweder einen anderen Weg einschlagen solltest oder kämpfst!

Lebe im Einklang. Lebe in der Gesellschaft, aber nicht nach ihrem Vorbild. Manche Dinge müssen vorläufig noch sein, um dein Überleben zu sichern, aber überlege genau, was es sein soll. Faule Kompromisse halten nicht lange. Halte auch durch träge und langwierige Zeiten durch. Täglich kleine Routinen, Rituale, Aufgaben, sie sind wichtig, jeden Tag ein bisschen an deinem Leben arbeiten, an deinen Wünschen und Träumen, an der Liebe. Hilf mir! Alles ist miteinander verbunden, also hilfst du durch dich auch mir. Wenn du mir gibst, gebe ich auch zurück, ungeahnt und auf wunderbare Weise. Vertraue dir selbst, dann vertraust du auch mir. Denn wir sind eins, du und ich, es hängt bloß von der Perspektive ab, von wo du schaust. Du selbst bist ein kleiner Kosmos von unzähligen Lebewesen, die du beherbergst und da sagst du ja auch, dass das du bist, also wieso sollten wir in einer größeren Dimension nicht auch eins sein? Ich bin in dir und du in mir. Du zweifelst viel zu sehr, an dir, an mir, an allem, was deine illusorische Sicherheit gefährdet und das äußere Wissen, was schon viele vor dir erreicht haben. Aber weißt du was? Sicherheit ist nur eine weitere Täuschung! Um dich in Bequemlichkeit zu wiegen, damit du nicht mehr machst, nicht mehr wächst, dass du versteinerst. Es ist eine Erfindung, sowie vieles andere auch.

Warum lebst du nicht das Leben, was dich glücklich macht? Weißt du denn nicht, das dein Leben von deinem Leben abhängt (*kicher*)? Wir kommen aus diesem Leben nicht lebend raus, also wieso machst du dir dein Leben unnötig schwer und schwierig? Warum hängt dein Leben von allem anderen ab außer nicht von dir? Kein anderer kann deine Schritte gehen, deine Gedanken denken, so handeln wie du, so leben und lieben wie du. Warum machst du dich selbst so klein und kaputt? Du zerstörst dich selbst und ziehst alles mit dir, ob du willst oder nicht. Sterbe nicht jeden Tag mehr als nötig. Was im kleinen stattfindet, passiert auch im Großen. Die Menschen vergiften sich und die Welt um sie herum. Ist dir nicht klar, dass du durch deine Selbstzerstörung auch das große Ganze gefährdest? Das klingt verrückt sagst du? Es gibt Krankheiten, wo ein einziger Virus genügt, um den ganzen Organismus zu töten. Und wer weiß, was du schon alles verursacht hast… Denn du bist mit allen anderen Lebewesen ein Mitschöpfer geworden, erschaffst Realität, nimmst Leben und hast einen begrenzt/bedingt freien Willen. Was dich wirklich lenkt, ist dein Unterbewusstsein, all die Dinge, die du darin manifestiert hat durch falsche Glaubenssätze.

Das Leben ist Veränderung, Entwicklung, Bewegung, aber niemals Stillstand. Es wird immer weitergehen, mit oder (in deinen Augen) ohne dich. Trotzdem wirst du immer ein Teil des Ganzen sein, indem du entweder zerstörst oder heilst. Das liegt bei dir. Solange das Leben und die Zeit existiert, werde ich auch da sein und du mit mir, denn wir sind eins. Ja, du bist auch die Zerstörung und ja, auch die Heilung. Du bist alles und nichts. Das kleinste von kleinen und das Größte vom Großen und ich bewundere und verehre dich. Ich glaube an dich. Ich liebe dich. Meine Macht ist deine Macht, deine Kraft, dein Atem, dein Herzschlag. Aber auch ein anderer Teil existiert in dir: Deine Grausamkeit, dein Hass und  deine Unmenschlichkeit. Gut und böse, Licht und Dunkelheit, das ist Auslegungssache. Dunkelheit existiert nicht. Sie ist die Abwesenheit von Licht. Oder sollte es nicht anders herum sein? Wir sind aus der „Dunkelheit“ geboren und kehren dorthin zurück. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, nur stetigen Wandel und Namen, damit wir vom Verstand her die Zeit beschreiben und erkennen können. Alles bedingt sich in einer dualen Existenz. Es ist also rein hypothetisch egal, was du machst. Der Kosmos strebt immer nach einem Gleichgewicht. Was willst du also tun mit der Zeit, die dir in dieser Form als Mensch gegeben ist?

 

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Gedanken(k)reise: Es ist ein Spielraum für mehr Gerechtigkeit da

Beim ZDF hörte ich entsetzt den Satz, als sie über Steuersenkungen bei Löhnen sprachen: „Es ist ein Spielraum für mehr Gerechtigkeit da.“ Das Streben nach Gerechtigkeit… Die Schere geht doch schon seit Jahren auseinander. Meinungsfreiheit findet doch ehrlicherweise nur hinter verschlossenen Türen statt. 90% Ehrlichkeit ist schon sehr hoch, mit mehr kommen wir sowieso nicht klar. Ansonsten soll man es doch schön verschleiern, drum herum reden, ablenken, um ja nicht angeprangert zu werden oder gar Leute im Nacken zu haben, die man nicht da haben will. Die letzten Tage hatte ich so viele Gründe mich aufzuregen, weil es Dinge gibt, denen man mal nachgehen sollte, um diese der Öffentlichkeit zu zeigen und darauf aufmerksam zu machen, wo wir hier und in welcher Welt eigentlich leben. Wir denken irgendwann, wir sind verrückt, aber es gibt nichts verrückteres als die Welt da draußen. So hirnrissig. Kein Kind kann diese Absurdität verstehen, was die blöden dummen Erwachsenen da veranstalten.

Früher war alles besser… von wegen. Es ist wie bei dem sorglosen Kinde, richtig? Früher hatten wir auch Sorgen, hatte die Gesellschaft sorgen, aber sie sind mit uns gewachsen, mit der stetig wachsenden Anzahl von Menschen, mit der Technik und den Wirtschaftsbeziehungen, der Globalisierung und den Erste bis Dritte Welt-Problemen. Sie wachsen beständig und unerbittlich weiter. Tag für Tag. Es ist Spielraum für so vieles DA. Nennen wir es doch Potential, damit wir es noch richtig schön reden und herunterspielen. Oder ist es einfach nur ein Psychotrick, damit wir uns selbst nicht von diesen Dingen zerfressen lassen? Die Probleme der Welt lasten, ob wir es wollen oder nicht, auf unseren Schultern. Ist es besser, es nicht zu wissen? Wie wäre der beste Umgang damit? Sich dem bewusst zu sein, um etwas daran ändern zu können, was wir selbst in unserer Hand haben, positiv einzuwirken und uns nicht dadurch kaputt machen zu lassen?

Alles wissen können wir ja auch nicht, ansonsten verlieren wir den Blick aufs Wesentliche und das ist es nicht wert. Deswegen ist wohl Mut zur Lücke angesagt. Ein Spruch, den ich aus meiner Abiprüfungszeit noch inne habe. Warum sollten wir uns mit Dingen den Kopf zu müllen? Schauen wir doch lieber weg und hoffen, dass sich alles eines Tages erübrigt und sich jemand anderes damit herumschlagen muss. Irgendwann wird die Seele auch müde, dieses Schauspiel anzusehen und mitzubekommen. Da setzen wir doch lieber lebenswertere Prioritäten wie zum Beispiel frisch kochen. Mit Umweltverschmutzung und Machtabgabe bezahlt. DAS können wir uns doch eher leisten, als Lebenszeit dafür zu verschwenden sich über Dinge zu ärgern, die uns unsere Gesundheit kosten.

Das Streben nach Glück ist wohl realistischer als nach Gerechtigkeit. Denn man kann es nicht allen Recht machen. Dies wäre eine Selbstlüge und Verarsche gleichermaßen und unfair gegen über dir selbst und dem anderen.