Ich kann nicht Altes tun, ohne zu leiden

Wochengedanken: KW 19 – 2017

Schmerz ist notwendig, Leid eine Entscheidung.

Manche Dinge können wir einfach nicht wiederholen, weil sie der Vergangenheit angehören und dort bleiben sollten. Mir geht es immer so, wie im Titel beschrieben, wenn ich Dinge erzwinge, die noch nicht reif sind oder nicht getan werden sollen. Bestimmte Situationen rufen Gefühle und Erinnerungen auf und einige davon sind schmerzhaft. Normalerweise haben wir eine natürliche Schutzfunktion in unserem Bewusstsein, Schmerzen zu vermeiden, aber wir sind die Art von Lebewesen, die sich gerne für Schmerzen entscheiden und leidenschaftlich leiden. Das ist wie beim Liebeskummer. Obwohl wir keinen Grund mehr haben, in der verlorenen Liebe zu schwelgen, nehmen wir uns ausgiebig Zeit dafür, in diesem Schmerzgewuhl zu schwimmen. Manche dieser schmerzvollen Gefühle und Erinnerungen sind dafür da, um aufgelöst zu werden, aber zu unterscheiden gilt, welche Einstellung man zu diesen Gewuhl ändern kann und welche nicht. Es gibt schmerzhafte Gefühle und Erinnerungen, die man nicht ändern kann und nicht ändern sollte, aus einem bestimmten Grund, da sie auch eine Motivation oder Trigger sein können.

Wenn wir auch in der Vergangenheit feststecken, ohne weiter zu gehen, berauben wir uns der Gegenwart, unserer Entwicklung und dem Fortschritt. Es ist wie beim Liebeskummer. Wenn wir gelernt haben, dass etwas vorbei ist, ist es Zeit weiter zu reisen. Aber selbst, wenn wir in der Vergangenheit aus Depression oder in der Zukunft aus Angst „leben“, ist ein Leidgefühl. Wenn wir dann also Altes tun, obwohl wir wissen, dass wir es besser können, ist das Selbstbetrug und wir entscheiden uns für den Schmerz. Ich habe zum Beispiel einige Muster und Fallen, in die ich immer wieder besseren Wissens tappe. Vielleicht ist es die Sehnsucht nach dem Leidgefühl, weil es etwas ist, was ich kenne und die Nostalgie nach alten Zeiten, die mich die Dinge immer wieder tun lässt, aber ich werde es wahrscheinlich so lange tun, wie es notwendig ist, bis ich merke, dass ich es nicht mehr brauche. Ja, manchmal brauchen wir das Leid. Dieser Hang zur Selbstzerstörung kennen wir nur vom Menschen. Kein anderes Lebewesen ist so blöd und tut sich das selbst an!

Es ist super anstrengend sich sowas anzutun und erfordert extrem viel Energie. Sorgenkreisel, Gedankensucht, seelischer und körperlicher Schmerz, wieso sollten wir uns das also freiwillig antun? Weil wir solange nicht aufhören, bis es seinen Sinn erfüllt hat.

Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Handlung hat ihren Sinn und unsere Aufgabe ist es, die Botschaft zu entschlüsseln.

Gedanken(k)reise: Perfekt

Ich und perfekt? Ich bin der unperfekteste Mensch, den ich kenne. Warum fühlen sich die Menschen von mir bedroht? Vielleicht, weil sie ihre eigene Unzufriedenheit auf mich projizieren? Weil ich nur ein Spiegel bin und sie ihre eigenen Fehler erkennen? Ich greife nicht an, bin aber auch nicht passiv. Ich bin in der Ich-Botschaft und muss mich eher ducken, damit sie sich nicht gleich abwenden. Aber wieso muss ich mich klein machen, um meinem gegenüber zu genügen? Gefallen, das wollte ich immer, aber das hat zu noch größeren Katastrophen geführt, als ich mir jemals erträumen konnte. Denn dadurch kommen diese Sätze wie: „Warum machst du dich denn so klein und stellst dich unter deinen Scheffel?“ Ich zeige nur eine Maske, weil es viele Menschen gibt, die mich gar nicht erkennen wollen. An Masken sind sie gewöhnt. Die Welt ist verrückt!

Obwohl ein Umdenken stattfindet, ist es schwierig, die Mauern zu durchbrechen und diejenigen zu finden, die sich über diese Hürde trauen. Das heißt nämlich Vertrauen und Mut, was sie dafür brauchen. Wir leben in einer Welt, wo alle Menschen den anderen schaden wollen, um sich zu schützen, eigene Vorteile ausnutzen, aber diejenigen, die wollen, dass wir alle gewinnen, die haben verloren. Es will doch keiner mehr wirklich, dass man als Arbeitnehmer mitdenkt und wenn sie das behaupten, entspricht das noch lange nicht der Wahrheit. Denn sie haben ihre eigene Vorstellung davon, was das bedeutet und wollen dich nur in Sicherheit wiegen. Aber es gibt da draußen irgendwo noch Ausnahmen. Daran glaube ich fest und das kann mir keiner nehmen!

Irgendwo passe ich hinein. Ich werde meinen Weg gegen alle Widrigkeiten gehen, meinen Anfang finden. Selbst wenn meine Erfahrungen gegen meinen Glauben sprechen, ist das nur der Überlebensinstinkt meines Verstandes, der mich schützen will. Aber schützen kann doch nicht heißen, dass ich die Welt verurteile und sie komplett ausschließe?! Das glaube ich definitiv nicht. Auch wenn die Alarmglocken aufs äußerste anschlagen, werde ich es gründlich hinterfragen, denn was damals war, muss heute nicht mehr seine Gültigkeit erfahren. Chancen sind da, um sie zu nutzen sowie der Schmerz, den sie hervorrufen können. In unseren schwierigsten Zeiten, haben wir das größte Potential zu wachsen.

Ein perfektes Herz ist nicht das, was am schönsten glänzt. Denn das ist ohne Menschlichkeit. Menschsein bedeutet Gefühle, Emotionen, Erlebnisse, Erinnerungen, Handeln, erschaffen, Niederlagen, Rückschläge und trotzdem immer wieder aufzustehen und nicht aufzugeben, auch wenn alles gegen dich spricht. DU bist nicht falsch! Andere sehen dich nur anders, als du dich selbst und das ist okay. Sie sehen nicht das, was du siehst und vielleicht werden sie das nie schaffen. Es ist aber dein Leben, also träume nicht das Leben, wie andere es sich für dich wünschen. Träume nicht fremde Träume, dadurch fühlst du nur eine Leere, die du nicht füllen kannst. Wir wollen immer mehr, immer höher, immer weiter. Es ist ein Fass ohne Boden. Alle Reisen beginnen und enden bei dir!

Du hast alles, was du brauchst. Dein Weg beginnt in dir. Der beste Zeitpunkt wird immer JETZT sein. Du lebst nur hier. Nenne es einen Plan. Sei diszipliniert. Sei einzigartig. Bleib dir treu. Verirre dich nicht in deinen Träumen. Kleine Schritte. Jeden Tag ein bisschen. Mach es mit Hingabe und Leidenschaft. Folge deinem Flow. Folge deinem Ruf! Unser freies Wesen beruht auf freier Wahl. Wir entscheiden, jeden Moment. Das macht uns aus. Wir haben eine Wahl. Eine freie Wahl. Zwischen gesellschaftlichem Druck und Ego, da liegt das Geheimnis. Habe keine Angst vor Fehlern. sie machen das Leben lebenswert und bringen uns dem Fortschritt näher. Falsche Entscheidungen können schöne Erinnerungen schaffen.  Lass dir von keinem einreden, dass du etwas nicht kannst.

Mach einfach dein Ding! Sei du selbst! Mit deinem ganzem Sein, physisch wie psychisch, positiv wie negativ.  Dann bist du am perfektesten!

 

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