Den Preis, den wir für unser Leben zahlen

Die letzten drei Tage war ein Sternenschauer, der das letzte Mal vor 12 Jahren so erstaunlich war. Und ich habe mir selbst nicht die Zeit genommen, eine Sternenschnuppe zu entdecken. Früher habe ich Tage vorher schon einen großen Aufriss um solche romantische Dinge gemacht. Heute fehlt es mir so sehr. Diese kleinen romantischen Momente. Früher habe ich immer jemanden gefunden, der es genauso tief empfunden hat wie ich. Heute… habe ich mich auf meine vier Wände reduziert. Was ist bloß geschehen? Früher lebte ich in dem extrem, nie zuhause sein zu wollen und zu sein. Ich ging unter Leute, kannte viele Menschen, hatte eine kleine Gruppe Leute, die ich zu meinen engsten Freunden zählte. Dann zog ich mich nach und nach komplett aus der Gesellschaft heraus.

Falsche Harmonie

Bei solchen Ereignissen wie die letzten drei Tage, kommt es hoch. Den Preis, den ich für mein Leben bezahle. Was ich alles einbüße, um die Harmonie zu wahren. Aber das ist nur eine Illusion. Ich, alleine ich, verbiete mir diese Dinge. Ich bestrafe mich für die Vergangenheit. Wofür eigentlich? Warum habe ich solche Angst für mich einzustehen? Dinge zu tun, die mir Spaß machen? Ich bin nicht nur Mutter, Ehefrau, Tochter, Enkelin…. Ich stecke dermaßen in meinen Rollen fest, dass ich vergessen habe, wer ich bin. Warum kann ich nicht einfach meine Maske abnehmen und so sein wie ich bin?

Der Drang zu gefallen ist so unreal. So falsch. Die Menschen um mich haben sich schon an meine Maske gewöhnt und es bedarf mehr Widerstand und Kraft das durchzusetzen, wonach ich mich sehne. Letztens habe ich in der Zeitschrift Plus (einer Zeitschrift für Frauen ab 50 Jahren) einen interessanten Artikel gelesen. Sie hatten dort eine Skala für versteckte Sehnsüchte und Träume von 1-10. Unter 7 Punkte heißt, dass dort versteckte Wünsche stecken. Und weißt du wie ich bewertet habe?

Familie / Freunde: 3

Selbstverwirklichung: 3

Kontakt zur Natur: 2

Abenteuer / Reisen: 1

Einsatz für Andere: 2

Angst?!

Ist das erbärmlich! Mut heißt, die Angst zu überwinden. Jetzt ist es wieder Zeit, mein Leben auf den Prüfstand zu stellen. Es ist doch egal was ich mache, es scheint immer falsch zu sein, sagt mein Kopf. Also wieso nicht gleich das machen, was ich für richtig erachte… Ein bisschen Dopamin vergeuden. Ich bereue mein Leben nicht. Es gibt bestimmt einiges, was ich hätte anders machen können, aber ich tat es nicht. Im Nachhinein verstehe ich. Alles hat seine Konsequenzen und ich habe auch Angst davor. Da gibt es so ein Lied, dass es gut beschreibt:

Doch wo finde ich die Balance? Leid ist so lange nötig wie du sie brauchst. Ich bekomme eine dritte Chance, einen neuen Weg einzuschlagen. Wäre es besser, weniger zu wissen, weniger zu spüren? Will ich die Verantwortung übernehmen? Das gehört ja dazu zu leben. Warum habe ich solche Angst vor mir? Vor dem Glück? Davor, dass ich anderen wirklich helfen könnte? Dass ich gesehen werde? Die letzten Tage im Social Network hat wieder deutlich gespiegelt. Ich wollte mich schon zurück ziehen, weil es überwältigend war. Das Schreckliche, aber auch das Gute und Schöne. Aber diesmal bleibe ich dran. Diesmal gehe ich nicht zurück in mein Schneckenhaus. Ich weiß zwar noch nicht, wo es hinführt, aber es macht mich stark.

Fragen

Welchen Preis bezahlt du für dein Leben? Was kannst du ändern? Was musst du akzeptieren? Wie nahe ist dein Leben an deinen Wunschträumen dran? Was bleibt auf der Strecke? Ziele, Träume und Wünsche sind unsere Motive. Hast du deine Motivation gefunden? Ist es mal wieder Zeit für einen Rundumblick? Fange bei den kleinen Dingen an. Denn wenn du diese nicht schätzt, kommen auch die großen Dinge nicht ins rollen. Eins nach dem anderen. Etappenziele. Arbeite jeden Tag ein bisschen daran. Baue dir eine Pipeline, anstatt dein Wasser immer nur aus dem Brunnen zu holen. In dem Video geht es zwar um Marketing und solche Dinge, aber es ist auch auf deine Träume sinnbildlich anwendbar. Wirklich empfehlenswert (bis zum Ende schauen 😉 )–>

 

In welcher Welt willst du leben?

Das fragt Matthias Wilke in seiner Blogparade —> Super Aktion! Jeder Teilnehmer soll über seinen Traum von einer besseren Welt erzählen. Träume groß, ohne Bewertung, den eines Tages kann es unglaublicherweise wahr werden 😀 Ich liebe Walt Disney. Das ist mein Held, schon immer gewesen. Matthias zitiert ihn mit:

All unsere Träume können wahr werden,
wenn wir den Mut haben, sie zu verfolgen.
– Walt Disney

Mein Lieblingszitat von Walt ist aber

If you can dream it, you can do it! => Wenn du es träumen kannst, kannst du es tun!

~ Walt Disney

Walt Disney hat die Welt verändert, vor allem meine Welt! Ich ermutige jeden von euch, bei Matthias vorbeizuschauen und an der Blogparade teilzunehmen. Ich unterstütze diese Aktion, weil ich es wundervoll finde zu träumen, von anderen Herzenswünschen zu erfahren und etwas besonderes zu teilen, zu inspirieren und zu berühren. Das ist auch Teil meines Traumes, von dem ich jetzt erzählen werden.

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  1. Ich träume von einer Welt, in der keiner mehr Angst vor sich selbst hat. Wir werden im Leben vor Herausforderungen gestellt, um stark zu sein. Wir sollen unsere Stärken und Schwächen mit der Welt teilen. Wir bereichern auf unsere Weise die Welt, mit allem was uns ausmacht. Wir können Angst haben, das gehört dazu. Es fördert unsere Aufmerksamkeit und unser Bewusst-sein. Es gibt berechtigte Angst, die uns vor erheblichen Gefahren warnt und es gibt die unberechtigte Angst, weil wir Angst haben zu versagen, obwohl wir es können. Ich wünsche mir, dass die Menschen den Mut besitzen, das zu machen, was ihr Herz sagt, das zu machen, wo sie Begeisterung spüren, andere mitreißen, wo es nicht darum geht, wieviel Geld die Leistung kostet. Ich möchte meinen Kindern nicht beibringen, wieviel Geld das Leben kostet, sondern den Wert. Dass das Leben besonders ist und schön. ~~~~~~~~~~~

2. Ich träume davon, dass jeder seinen Träumen folgt, egal wie irrsinnig es zu sein scheint. Ich wünsche mir, dass man sich nicht an dem misst, was andere über einen denken. Die Menschen wären gut daran, ihr Herz zu öffnen und nicht nur darüber nachzudenken, was sie sich als nächstes kaufen können. Was wollen wir wirklich mit unseren Mitmenschen teilen? Ich glaube nicht, dass es die Selbstdarstellung ist. Wir werden durch die sozialen Medien unsozial, Smartphone-Zombies. Wir hechten von Wochenende zu Wochenende, haben keine Zeit mehr für das Leben. Wollen nur anderen gefallen. Aber was wollen wir? Wir sind schon so sehr in diesen Lügengerüst involviert, dass wir vergessen haben zu träumen, zu leben. Hingabe? Wir denken, wir müssen Menschen in der dritten Welt helfen, weit weg von unserer Haustür, anstatt bei uns anzufangen und bei dem Menschen der direkt neben dir steht.~~~~~~~~~~~~~

3. Wir denken es sei zu egoistisch, an uns zu denken. Dass die Menschen uns nicht genug wertschätzen, wenn wir etwas für sie tun. Wenn wir etwas mit Hingabe tun, denken wir nicht an den Lohn. Es erfüllt uns, weil wir es von Herzen tun. Der Lohn ist das Glück, welches wir teilen. Wir sind schon soweit in Deutschland, dass die Bürger diskriminiert werden. Eine hilfsbedürftige Mutter bekommt den Feriencamp-Platz für ihr Kind nicht bezahlt, weil Flüchtlinge bevorzugt werden? 10 Prozent der Bevölkerung (Politiker, Moderatoren, etc.) beeinflussen 90 Prozent der Bevölkerung in ihrem Denken. Das ist unfassbar. Warum können die Leute nicht selbst ihre Meinung bilden? Ich wünsche mir und träume davon, dass die Menschen wieder neugierig sind und selbst entdecken, erforschen, hinterfragen und sich austauschen. Es fehlt der Zusammenhalt, das Vertrauen, das gegenseitige Helfen ohne Gegenleistung.~~~~~~~~~~~~~~~

4. Die Kinder sollen wieder eine Kindheit haben. Träumen, toben, geliebt werden, vertrauen können, entdecken, lernen, ohne Angst, Zeit haben, Spaß haben. Phantasie ist das höchste geistige Gut und wir vernachlässigen es so sehr. Wir verkrüppeln unsere Kinder, weil wir verkümmert sind. Wenn wir unsere Kinder stärken und fördern, dann wachsen sie vorbereitet und bereit auf. Sie lernen alles fürs Leben, vor allem ihren Weg zu gehen, ihr Ding zu machen. Was machen wir mit den Erwachsenen? Ich träume davon, dass sie den Mut besitzen, auch ihr Ding zu machen.

5. In den Letzten Jahren revolutionierte sich die Informationsverbreitung, vorallem bei Büchern. Jeder kann schreiben und jeder hat etwas, worüber er schreiben kann. Und wenn es bloß für unsere Kinder ist. Wir halten das Präsens in Bildern für die Ewigkeit gefangen. Jeder Mensch hat eine Erfahrung zu teilen, die die Welt bereichert, wovon alle lernen können. Das sollten wir nutzen. So könnten wir etwas für die Menschen tun, die ihren Sinn im Leben verloren haben. Immer mehr Krankheiten werden geheilt, aber das Leben verliert an Wert. Wir müssen für alles bezahlen. Wir leben schon in der besten aller Welten. Wir sollten uns unserem Leben stellen, dem Herzen die Führung geben und den Verstand als Berater hinzuziehen. Es sollte eine andere Möglichkeit geben, als für alle Leistung Geld zu bezahlen oder wie ein Irrer zu arbeiten, um ein paar Kröten zu verdienen. Armut wäre nicht nötig, wenn es nicht die Geld- und Machtgierigen gäbe, die ihre Position nicht aufgeben wollen.

So, wenn mir noch etwas einfällt, schreibe ich weiter!

Noch eines zum Schluss als Inspiration:

…und die deutsche Übersetzung!